Raiffeisen für Strabag-Börsegang im Herbst 2007: 15 Mio. Euro Kapital genehmigt

Russe steigt ein: Keine Expansion in den Osten

Der Chef der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien und Strabag-Kernaktionär Hameseder sieht den Börsegang der Strabag idealerweise im Herbst 2007 stattfinden. Man habe sich bereits 15 Mio. Euro Kapital genehmigen lassen. Wichtig sei, dass die Strabag nach dem Börsegang ein österreichisches Unternehmen bleibe. Unterdessen gab die Holding den sechsten Rekordgewinn in Folge bekannt.

Der Börsegang der Strabag wird stattfinden, idealerweise im September oder Oktober, stellte der Generaldirektor klar. Der Einstieg des russischen Alu-Industriellen Deripaska bedeute nicht, dass die Strabag nur in Russland expandieren werde. Der Russe wird mit dem Kauf von 30 Prozent dritter Kernaktionär der Strabag.

Welchen Erlös Raiffeisen durch den Aktienverkauf gemacht hat, wollte Hameseder nicht verraten. Er bestätigte, dass die Altaktionäre über eine Art Sonderdividende mehr als die 42 Euro je Aktien bekommen haben. Der kolportierte Kaufpreis von an die 60 Euro je Aktien wurde aber nicht bestätigt.

Die österreichische Eigentümer-Gruppe werde nach dem Börsegang 51 Prozent halten - je 25 Prozent plus eine Aktie Raiffeisen (Holding und Uniqa) und die Haselsteiner-Gruppe. 25 Prozent an der Strabag gehören Deripaskas Unternehmen Basic Element, der Streubesitz werde bei gut 24 Prozent liegen. Diese Struktur soll mittelfristig beibehalten werden.

Unterdessen präsentierte die Raiffeisen Holding NÖ-Wien den sechsten Rekordgewinn der Beteiligungsbank in Folge. Das Konzernergebnis vor Steuern ist 2006 um 70 Prozent auf 503 Mio. Euro gestiegen, ohne Einmaleffekte. Die Bilanzsumme ist gegenüber 2005 um 2,3 Mrd. Euro bzw. 15 Prozent auf 18 Mrd. Euro gewachsen, der Umsatz stieg von 15,3 auf 17 Mrd. Euro. (apa)