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Raiffeisen Bank
zahlt Steuergelder zurück

RBI gibt Staatshilfe von 1,75 Mrd. Euro zurück - Banken-Hilfstopf füllt sich wieder

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zahlt Steuergelder zurück © Bild: Raiffeisen International

Nach monatelangem Hin und Her um Kapitalpolster darf nun auch die Raiffeisen Bank International (RBI) die Staatshilfe von 1,75 Mrd. Euro tilgen. RBI-Chef Karl Sevelda konnte am Mittwoch auf der Jahreshauptversammlung die Tilgung des staatlichen Partizipationskapitals für diesen Freitag ankündigen.

Mehrere österreichische Großbanken haben nach Ausbruch der Finanzkrise vor mehr als fünf Jahren staatliche Hilfen bekommen, um ihre Eigenkapitaldecken zu stärken.

Bawag und Erste Group schon gezahlt

Die BAWAG hat damals 550 Mio. Euro Partizipationskapital (PS-Kapital) bekommen und in mehreren Tranchen rückgezahlt, die letzte Tranche von 350 Millionen überwies die US-fondsdominierte Bank Mitte März 2014 an den Bund. Schon im August 2013 hat die börsenotierte Erste Group das ihr in der Krise 2009 eingeschossene staatliche PS-Kapital von 1,22 Mrd. Euro als erste zur Gänze getilgt. Gleichzeitig zahlte die Erste damals 540 Mio. Euro an privat gezeichnetem Partizipationskapital zurück.

Auch Raiffeisen will jene 750 Millionen Euro, die neben dem Staats-PS-Kapital privat platziert worden waren, so rasch wie möglich tilgen. In Summe geht es bei der RBI also um insgesamt 2,5 Mrd. Euro an staatlichem und privatem PS-Kapital.

Erste, BAWAG und Raiffeisen haben auf Erlöse aus vorherigen Kapitalerhöhungen zurückgreifen können, um die staatlichen Kapitaleinschüsse ersetzen zu können.

Ukraine-Krise verzögerte Termin

Die RBI hat heuer zu Jahresbeginn mehr als 2,8 Mrd. Euro aus einer für Wiener Börseverhältnisse historisch umfangreichen Kapitalerhöhung eingenommen. Ein geplanter erster Staatsgeld-Rückzahlungstermin (März) war von der Finanzmarktaufsicht wegen der kurz zuvor eskalierten Ukraine-Krise untersagt worden. Seit Mittwochfrüh liegt nun die offizielle Erlaubnis vor.

Für den Bund bedeutet der Geldfluss von Raiffeisen, dass sich der durch die teuren Kapitalspritzen an die staatliche Krisenbank Hypo Alpe Adria zuletzt stark ausgedünnte staatliche Bankenhilfstopf wieder füllt. Die Hypo Alpe Adria steht vor der Umwandlung in eine Abwicklungsgesellschaft, die Krisenbank braucht noch weiteres Staatsgeld.

Kommentare

Die vorzeitige Rückzahlung durch Raiffeisen ist eine sehr gute Nachricht.Die Bank hat das in sie gesetzte Vertrauen verdient.

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