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Dopingnation Niederlande

Anonyme Studie: 95 Prozent der Radprofis waren in Spitzenzeiten gedopt.

Eine niederländische Fahne © Bild: 2013 Getty Images/Preiss

95 Prozent der niederländischen Radprofis haben in der EPO-Ära rund um die Jahrtausendwende zu Dopingmitteln gegriffen. Zu diesem mehr oder weniger überraschenden Resultat kam eine Studie einer niederländischen Anti-Doping-Kommission.

Das Gremium, das vom Nationalen Olympischen Komitee und vom niederländischen Radsport-Verband installiert worden war, stützt sich bei seinen Ergebnissen auf anonyme Befragungen von zahlreichen Radprofis und Teambetreuern. "Es ist schwierig Prozentzahlen anzugeben, aber ein Bereich von 80, 90 und vielleicht bis zu 95 Prozent dürfte der Wahrheit entsprechen", heißt es in dem Bericht.

Nach Angaben der Fahrer sei es die einzige Möglichkeit gewesen, um im Profiradsport zu bestehen, andernfalls sei das Karriereende die Folge gewesen. Erst durch die Einführung schärferer Kontrollen habe sich die Situation verbessert. Als Schlussfolgerung plädierte die Kommission dafür, das Kontrollprogramm in die Hände einer unabhängigen Institution zu legen. Das Interesse des Weltverbandes (UCI) an einem guten Image der Sportart habe möglicherweise einen verzögernden Faktor im Anti-Doping-Kampf gehabt.

Kommentare

na das überrascht mich jetzt total.......

Es ist doch naiv zu glauben bzw. geglaubt zu haben, dass im Profiradsport ohne Dopingmaßnahmen solche körperlichen Strapazen im Hochleistungsbereich möglich sind. Auch die heutigen Mittel und Möglichkeiten werden nach Verbesserung der Untersuchungsmethoden später nachweisbar werden.

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