Fakten von

Rabiater 27-Jähriger verletzte fünf Polizisten in Linz

Beamtin nach Faustschlag in der Intensivstation - Angreifer festgenommen - Hintergrund offenbar Beziehungsstreit

Ein randalierender 27-Jähriger hat in Linz fünf Polizisten teils schwer verletzt. Eine Beamtin lag sogar mit schweren Kopfverletzungen in der Intensivstation. Der Angreifer wurde festgenommen und in die Justizanstalt Linz eingeliefert. Der Attacke war ein Beziehungsstreit vorangegangen, berichtete der oö. Polizeisprecher David Furtner am Montag.

Am späten Sonntagnachmittag wurden Beamte der Polizeiinspektion Bürgerstraße auf einen lauten Streit auf der Straße aufmerksam. Der Mann aus der Dominikanischen Republik beschimpfte und schubste eine Frau. Zwei Beamte schritten ein, wurden aber selbst mit Schlägen und Fußtritten attackiert. Mit Pfefferspray war dem rabiaten, u.a. wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt bereits amtsbekannte 27-Jährigen nicht beizukommen.

Zwei als Verstärkung anrückende Kollegen wurden ebenfalls angegriffen. Eine Polizistin wurde von dem Mann ohne Vorwarnung mit einem Faustschlag niedergestreckt und ging bewusstlos zu Boden. Schließlich gelang es ihren männlichen Kollegen, den Mann dingfest zu machen und festzunehmen.

Insgesamt wurden fünf Beamte verletzt. Laut Landespolizeidirektion waren vier arbeitsunfähig, am schwersten verwundet war die Polizistin. "Wir nehmen eine neue negative Qualität von Gewalt gegen Polizisten wahr", sagte Landespolizeidirektor Andreas Pilsl nach dem Vorfall. Die Beamten würden offenbar immer weniger als Respektspersonen wahrgenommen.

Kommentare