Rede an die Nation von

Putin verteidigt
russische Ukraine-Politik

Russlands Präsident attackiert Westen und lässt Sanktionen von sich abprallen

Rede an die Nation - Putin verteidigt
russische Ukraine-Politik © Bild: DMITRY KOSTYUKOV/AFP/Getty Images

Der russische Präsident Wladimir Putin hat das Eingreifen Russlands in der Ukraine-Krise gegen Kritik aus dem Westen verteidigt. Der Anschluss der Halbinsel Krim an Russland sei in völligem Einklang mit dem Völkerrecht geschehen. "Russland wird sich nicht vor der Unterwerfungspolitik des Westens beugen", sagte Putin bei seiner Rede an die Nation am Donnerstag in Moskau.

THEMEN:

Die Krim habe für Russland "große zivilisatorische und sakrale Bedeutung - jetzt und für immer", betonte der Präsident bei der live im Staatsfernsehen übertragenen Rede. "Was in der Ostukraine geschieht, bestätigt die Richtigkeit unserer Haltung." Putin dankte "allen Russen für die Unterstützung in einem schicksalsvollen Moment, in dem sich die Zukunft entscheidet".

Attacke gegen den Westen

Putin attackierte den Westen mehrfach in seiner Rede. US-Bestrebungen zum Bau eines Raketenschildes seien eine "Bedrohung" für sein Land. Die Sanktionen der USA und der EU hält er für schädlich für die beteiligten Staaten, sie hätten aber die russische Wirtschaft stimuliert, meinte der Präsident. Russland werde nie den Weg der Selbst-Isolation einschlagen und für ausländische Investitionen und Kooperation auch mit dem Westen offenbleiben.

Putin: Ukraine nur als Vorwand für Sanktionen

Putin hat dem Westen weiters vorgeworfen, seinem Land mit den Sanktionen gezielt schaden zu wollen. Der Ukraine-Konflikt und der Streit über die von Moskau annektierte Halbinsel Krim seien lediglich ein Vorwand gewesen, sagte Putin am Donnerstag in seiner jährlichen Rede zur Lage der Nation.

Die Sanktionen seien eine "nervöse Reaktion" des Westens auf den Aufstieg seines Landes. "Jedes Mal, wenn jemand glaubt, dass Russland zu stark, zu unabhängig geworden ist, werden sofort diese Instrumente angewendet."

Ohne die Ukraine-Krise "hätten sie sich einen anderen Vorwand ausgedacht, um die wachsenden Möglichkeiten Russlands einzudämmen", sagte Putin vor den Abgeordneten beider Parlamentskammern im Kreml. Russland wolle die Beziehungen zu Europa und den USA aber nicht "abbrechen".

Kommentare

meineadresse

Putin attackierte den Westen mehrfach in seiner Rede. US-Bestrebungen zum Bau eines Raketenschildes seien eine "Bedrohung" für sein Land.... und Hr. Putin hat schon vergessen, dass 280 Raketen nur auf Polen gerichtet sind!!! Von welcher bedrohung redeet er???

Herr Putin lassen sie bitte ihre Brille auf, die sieht cool aus. Ohne sehen sie aus wie ein Uhu nach nem Waldbrand.

brabus melden

Wir sollten uns zurückerinnern, wer eigentlich den Streit um die Ukraine vom Zaun gebrochen hat - es waren unsere EU-Kasperl die geglaubt haben, dass Putin dazu wohlwollend lächelt. Ob von den Amis initiiert, oder ob die sich dann hinterher nur eingemischt und damit die Eskalation vorangetrieben haben ist ziemlich wurscht, denn es zeigt dass die EU-Politiker tatsächlich Marionetten sind, Holzkopf inbegriffen.

christian95 melden

Und heute richtet ihm Genosse Schulz aus Brüssel über die Medien aus, (der übrigens ein Vielfaches von Putin verdient, über 24.000 im Monat netto, steuerbegünstigt) Putin muss die Gasleitung weiter bauen.
Darüber wird wohl Putin lautstark gelacht haben.

meineadresse
meineadresse melden

Über den Hitler hat man am Anfang nur gelacht und was hat er danach mit Stalin (UdSSR) gemacht? --> den 2.Weltkrieg. Man muss nur die Geschichte von Russland und Europa lesen. Dort steht die Antwort auf die Ukraine-Krise und die Zukunft.

Diese Sanktionen zu denen unsere Regierung leichtfertig ja gesagt hat werden uns noch furchtbar auf den Kopf fallen, denn wenn die Russen ihre Schulden nicht mehr zahlen wollen oder können, bleiben im Westen 734 Milliarden an Kreditvolumen unbedient, das heißt die Banken müssen sie abschreiben, weil Exekution führen kann man in Russland nicht. Und 54 Milliarden Euro , als knapp 70 Miillarden Dollar haben davon österreichische Banken vergeben, das sind 2 1/2 Hypo Alpe Adrias, wenn diese Kredite abgeschrieben werden müssen, dann krachten nicht nur Österreichs Banken, sondern auch die Republik als Einlagensicherer. Ich wette, Russland arbeitet auf dieses Szenario geradezu hin. Diese Sanktionen können nicht funktionieren, weil China nicht mitspielt.

potpot melden

Wenn wir alle willens sind, in einer de-facto-Diktatur zu leben und auf Demokratie zu verzichten, können wir Politiker wie Putin haben, die kompromisslos ihre Linie verfolgen, weil sie unabhängig von (freien!) Wahlen und der Zustimmung des Volkes sind. Allerdings säßen dann alle, die ihr Mißfallen mit der Führung so offen wie hier äußern, hinter Gittern.

Elcordes melden

wir haben nicht viel andere Politiker in unserem Land. Wir dürfen zwar wählen und uns wird einiges vor den Wahlen versprochen und hinterher ist alles anders und unsere Politiker machen ungestraft was sie wollen. Also bitte wo ist hier der Unterschied ????

higgs70
higgs70 melden

@potpot
naja, manche von uns -oder zumindest für mich kann ich das sagen - wollen sich weder nach Rußland noch nach Amerika orientieren und betrachten die europäischen Lokalkasperln, die mit pampigen Sprüchen hier Weltpolitik zu machen glauben statt die diplomatische Karte zu spielen mit mehr als tiefer Skepsis. Und Putin ist bei Gott kein lupenreiner Demokrat nur das sind Vertreter von Staaten auch nicht, die ein Guantanamo haben oder zu Entführungen ihrer Bürger ebendorthin die Hand reichen. Und weil wir all das nicht von heute auf morgen loswerden -hat wieder was mit den geistigen Vorgängen der jeweiligen Wähler zu tun - gilts vor allem auf Deeskalierung zu drängen. Und deshalb scheinen Verhandlungen irgendwo sinnhafter als Drohgebärden, Sanktionen und letztendlich WW3. Wenn die sich alle in ihrer trotteligen Logik verfangen haben ist es zu spät.

wintersun melden

@potpot:
Ganz klar sollten wir EU-ler (ich sage bewusst nicht 'Europäer' denn ein Teil Russlands gehört für mich zu Europa) uns hüten davor in Putin unseren Messias zu sehen, so wie es leider viel zu viele noch immer mit Obama tun.

Wir sollten endlich einmal auf eine starke Politik unsererseits setzen, anstatt unsere Heilsbringer immer irgendwo anders zu suchen.

Und ja, Putin mag sicherlich diktatorische Züge aufweisen, aber ein Obama lässt in fremden Ländern ohne Gerichtsbeschluss ferngesteuert Menschen (auch viele Zivilisten) töten, viel besser ist das also auch nicht - aber dem biedern wir uns an!

Und in den USA sowie in Europa herrscht das Diktat der Banken und Konzerne, das ist Fakt. Es bleibt deshalb auch nur eine "halbe Demokratie". Verhaftet werden wir zum Glück für unsere Meinung hier nicht, aber trotzdem läuft das Rad ordentlich im Dreck.

higgs70

Naja, von dieser Rede wird ja wohl hoffentlich niemand überrascht sein, etwas in der Art musste man erwarten, denn dass Putin ein Machtpolitiker ist, ist keine Neuigkeit, das spiegelt sich dann halt auch in den Aussagen wieder.
Aber Irrer ist er auch keiner und so jemanden fängt man mit den eigenen Interessen, aber dazu muss man intensive Gespräche führen, nicht Säbelrasseln.
Und eine russische Hegemonie in Europa ist halt mehr als unwahrscheinlich, aber die hiesigen Völkerschaften lassen sich fröhlich an die amerikanischen Konzerne verkaufen, ein südamerikanisches Schicksal für Europa und Dumpfbacken jubeln dazu. Und während Putin sich gleich als es kriselte den chinesischen Markt als zweite Option angelacht hat, binden sich unsere durch das neue Energiebündnis mit den USA auf Biegen und Brechen weiter an die Hillbillys, weil ein paar Bilanzkasperln der Markt wieder wichtiger ist als die Autonomie der Entscheidungen. Ist halt so, wenn man sich lieber von gierigen Konzernkasperln regieren läßt als von Politikern, im Europa der Konzerne.

Oberon

Unterwerfungspolitik. Ein wahres Wort!. Solche Politiker könnte Österreich auch gebrauchen und keine im vorauseilendem Gehorsam buckelnde.

wintersun melden

Man mag von Putin denken was man will. Was mich nur immer wieder ärgert ist die scheinheilige Doppelmoral

Obama der Gute, Putin der Böse.

So ein Schwachsinn, beide sind Großmächte und vertreten ihre eigenen Interessen. Aber Obama immer als heiligen Messias und Putin als bösen Teufel hinzustellen könnte der Wahrheit ferner nicht mehr sein. Glaubt diese Sch***e eigentlich noch irgend jemand?

wintersun melden

Kleine Korrektur: "...beide vertreten Großmächte und deren jeweilige Interessen".

meineadresse
meineadresse melden

Liber mit den USA als im russischen Joch zu leben. Man hat schon den Kommunismus in Europa vergessen? Den UdSSR und seine Politik vergessen? Der Zar in Russland ist nie gestorben. Er nimmt nur einen neunen Namen: Lenin, Stalin, Breschniew, ..... Putin und seine Politik hat sich nicht geändert!

silbermond99
silbermond99 melden

Putin ist genau der richtige Politiker für diese EU-Bonzen, für
die verlogenen Amerikaner, allen voran ihr Präsident und auch für
die Lieblingsmutti der Deutschen, Merkel, und allen anderen
Politikergesellen, die nur sudern können.
Wäre Österreich nie dieser dummen EU beigetreten, könnten wir,
so wie vorher auch, mit Putin gute Wirtschaftspolitik betreiben.

christian95 melden

100% Zustimmung!
Wir könnten "stolz auf Österreich sein" wenn wir nur einen Politiker hätten, der nur halb so viel Rückgrat wie Putin hätte!
Unsere Regierung verbiegt sich in jeder Richtung nur um den Bonzen in Brüssel zu gefallen.... Die Rechnung zahlt wie immer nur der Steuerzahler.

meineadresse
meineadresse melden

Ihr wollt Putin? Ihr wollt die Arbeitslager, wo Millionen Menschen gestorben sind. Fahre lieber nach Wien, wo ein Denkmal der russichen Soldaten ist und träume von Putin.

Es stimmt. Es gibt zu viel Schweinerei in der EU, aber die EU ist noch jung. Ich hoffe, die EU wird eines Tage stärker als heute!!!

christian95 melden

So lange wir ein neutrales Land waren hat uns Rußland pünktlich mit Gas versorgt. Nun da Brüssel auf "Wunsch" von Amerika diese blöden Sanktionen beschlossen hat, liegt die europäische Wirtschaft danieder und Amerika wächst! Faymann und Mitterlehner haben gejubelt und sich darüber noch gefreut! Österreich könnte heute so wie die Schweiz da stehen!

meineadresse
meineadresse melden

Sie haben keine Ahnung von Rußland Die Antwort lautet: zuerst geben und dann noch mehr zurück hollen. Es war so und es wird mit Russland weiter so gehen. Der Westen wurde schon oft gewarnt. Macht ihr sich nicht vom russischen Gas abhängig!

Seite 1 von 2