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Putin: Mit Atomwaffen gegen den IS

Russlands U-Boote werden mit Nuklearsprengköpfen ausgestattet

U-Boot © Bild: MARTIN BUREAU/AFP/Getty Images

In einem Gespräch mit seinem Verteidigungsminister betonte der russische Präsident Wladimir Putin, dass die Raketen der U-Boote, die in Syrien im Einsatz sind, notfalls mit Nuklearsprengköpfen ausgestattet werden könnten. Gleichzeitig betonte er, dass er hoffe, nie Atomwaffen im Kampf gegen den Terrorismus einsetzen zu müssen. In dem Zusammenhang könnte die Aussage durchaus als Drohung interpretiert werden.

Rakete mit Nuklearsprengkopf
© Wikimedia Commons Rakete mit Nuklearsprengkopf

Putin verlautbarte außerdem, dass Russland in den vergangenen drei Tagen 300 Ziele "unterschiedlicher Art" in Syrien zerstört hätte. Zudem wäre die Black Box des durch die Türkei abgeschossenen Militärjets geborgen worden, die Aufschluss darüber geben soll, was am 24. November im türkisch-syrischen Grenzgebiet geschehen sei.

© © Corbis. All Rights Reserved. Diese U-Boote werden in Syrien eingesetzt
© © Corbis. All Rights Reserved. Diese U-Boote werden in Syrien eingesetzt

Blackbox verschärft Türkei-Spannungen

In einem Gespräch mit dem britischen Premier David Cameron über die Lage im syrischen Bürgerkrieg lud Putin britische Spezialisten ein, sich an der Auswertung des Flugschreibers aus dem abgeschossenen Kampfjet Su-24 zu beteiligen. Das russische Flugzeug war am 24. November im syrischen Grenzgebiet von der türkischen Luftwaffe abgeschossen worden, weil es angeblich den Luftraum der Türkei verletzt hatte. Großbritannien fliegt seit der Zustimmung des Parlaments vergangene Woche Luftangriffe in Syrien, Russland seit Ende September.

Was als nächstes ansteht: US-Außenminister John Kerry wird kommende Woche Russland besuchen. Ein Treffen mit Putin ist nicht ausgeschlossen, erklärte dessen Sprecher Dmitri Peskow. Das genaue Datum wurde noch nicht genannt.

+++ AKTUELLE MELDUNGEN +++

Wie IS an seine Waffen kommt

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat einen Bericht veröffentlicht, der zeigt, wie die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS, Daesch) an seine Waffen gekommen ist. Die Waffen der IS-Kämpfer stammen demnach größtenteils aus den Lagern der irakischen Armee. Sie wurden bei der Eroberung von Mossul, der zweitgrößten Stadt des Irak, im Juni 2014 erbeutet. Produziert wurden sie in über 25 Ländern, unter anderem in Russland, den USA und Staaten der Europäischen Union.

Paris-Terror: Vier Verdächtige in Genf gesucht

Die Polizei in Genf sucht im Zusammenhang mit den Terrorattacken von Paris nach vier Verdächtigen. Auf einen Hinweis der Schweizer Bundesbehörden hin hat man in Genf und der Region zusätzliche Einsatzkräfte mobilisiert und die Alarmstufe angehoben. Unter Hinweis auf die laufenden Ermittlungen machte die Polizei keine näheren Angaben zu den Verdächtigen oder ihre mutmaßliche Rolle bei den Anschlägen in Paris am 13. November. Bei den bisher schlimmsten Attentaten in Frankreich waren am 13. November in Paris 130 Menschen getötet und mehr als 350 weitere verletzt worden. Mehrere Attentäter hatten in Pariser Cafés, Restaurants und im Konzertsaal Bataclan sowie vor der Fußballarena Stade de France wahllos auf Menschen geschossen oder sich selbst in die Luft gesprengt.

Erste deutsche Luftwaffen-Soldaten im Syrien-Einsatz

Die ersten deutschen Luftwaffen-Soldaten sind in den Syrien-Einsatz aufgebrochen. Ein aus rund 40 Soldaten bestehendes Vorauskommando hob am Donnerstag um 10.23 Uhr mit einem Airbus in Jagel (Schleswig-Holstein) in Richtung Türkei ab. Mit an Bord haben die Soldaten acht Paletten an Kommunikationstechnik und Gerätschaften für ihre Basis im türkischen Incirlik. Der Bundestag hatte am vergangenen Freitag die Entsendung von maximal 1.200 Soldaten beschlossen.

England konntert mit Einreiseverbot für Trump

Gegen die Forderung von US-Präsidentschaftsanwärter Donald Trump nach einem Einreiseverbot für Muslime in die USA haben Englands Politiker klar Stellung bezogen. Sie forderten als Reaktion ein Einreiseverbot für den Politiker. Eine Online-Petition, die das selbe Ziel hat, sammelte binnen 24 Stunden über 100.000 Unterschriften.

Auch zahlreiche prominente Persönlichkeiten stellen sich gegen Trump: Boxlegende Muhammed Ali und Facebook-Chef Mark Zuckerberg machten sich unabhängig voneinander für die Rechte von Muslimen stark und warnten vor einer Diskriminierung wegen der Gräueltaten der Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS).

Unterdessen hat Donald Trump seine Israel-Reise abgesagt. Auf dem Internetdienst Twitter kündigte er an, er werde den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu "später besuchen, wenn ich Präsident der USA bin".

Finnland: Zwei mutmaßliche IS-Kämpfer festgenommen

Die finnische Polizei hat am Dienstag in Tampere zwei Iraker festgenommen. Die beiden Männer stehen im Verdacht, als Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) nahe der irakischen Stadt Tikrit elf Morde begangen zu haben. Laut Aussendung der Kripo in Helsinki handelt es sich um zwei 23-Jährige. Die beiden seien im September als Flüchtlinge nach Finnland eingereist.

Holland: Bis zu sechs Jahre Haft für Islamisten

Neun Islamisten sind am Donnerstag von einem Gericht in Den Haag wegen der Rekrutierung junger Leute für den "heiligen Krieg" in Syrien verurteilt worden. Der 33 Jahre alte Anführer der Gruppe erhielt sechs Jahre Haft. Das Gericht befand ihn schuldig, in den Niederlanden für den Jihad geworben und potenzielle "Gotteskrieger" rekrutiert und auf den Weg nach Syrien geschickt zu haben.

Kommentare

Oliver-Berg

In der Kuba Krise wurden sie auf Druck der USA auch wieder abmontiert und nach Hause geschickt. Nur Putin ist ein eiskalt berechnender EX-KGB Mann mit, der vom KGB in Kalten-Kriegs-Denken brainwashed wurde. Der ist gefährlicher als der sibirische Bauer, der damals UDSSR-Präsident war. Bei der heutigen Weichei-EU und Obama da braut sich was zusammen, was uns allen nicht gefallen wird.

Roland Mösl

Als ob das was neues wäre. Torpedo mit Atomsprengkopf war schon in der Kuba Krise 1962 üblich.

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