Putin-Gegner von Wahl ausgeschlossen: Kasjanow soll Unterschriften gefälscht haben

Wahlkommission lässt Kreml-Kritiker nicht antreten

Die russische Wahlkommission hat den Kreml-Kritiker Michail Kasjanow von der Präsidentschaftswahl am 2. März ausgeschlossen. Das Gremium begründete seine Entscheidung damit, dass ein großer Teil der Unterschriften zur Unterstützung seiner Kandidatur gefälscht seien.

Kandidaten, die nicht von einer politischen Partei aufgestellt werden, müssen die Unterschriften von zwei Millionen Unterstützern einreichen, um bei der Präsidentschaftswahl zugelassen zu werden. Kasjanow hat nach Angaben seines Wahlkampfteams 2,067 Millionen Unterschriften eingereicht. Die Wahlkommission erklärte mehr als 80.000 Unterschriften für ungültig.

Zuvor hatte das Büro des Generalstaatsanwalt ein Betrugsverfahren gegen das Wahlkampfbüro Kasjanows eingeleitet. Der liberale Politiker sagte daraufhin, er mache Präsident Wladimir Putin verantwortlich, wenn er nicht zur Wahl zugelassen werden sollte. In den Umfragen führt Putins Kandidat Dmitri Medwedew mit etwa 60 Prozent der Stimmen.

Zugelassen wurden insgesamt vier Kandidaten: Medwedew, der Ultranationalist Wladimir Schirinowski, der Kommunist Gennadi Sjuganow und ein unabhängiger Kandidat namens Andrej Bogdanow, der als kremltreu gilt. (APA/red)