Purer Leichtsinn: Führerscheinneulinge verursachten schwere Verkehrsunfälle

Tirol: Mit 190 PS starkem Auto gegen Hausmauer

Zwei schwere Verkehrsunfälle haben Führerscheinneulinge in Tirol verursacht. In Mutters bei Innsbruck wurden bei einem Überschlag zwei mitfahrende Mädchen aus dem Pkw geschleudert und schwer verletzt. In Polling (Bezirk Innsbruck-Land) raste ein 20-Jähriger mit einem 190 PS starken Auto gegen eine Hausmauer - und blieb unverletzt. Der junge Mann hat seit März einen Führerschein.

Der 18-jährige Unglückslenker in Mutters war auf der regennassen Fahrbahn aus vorerst ungeklärter Ursache über den rechten Rand hinaus geraten, überschlug sich mehrmals und blieb schlussendlich nach 50 Meter auf den Rädern stehen. Die beiden Mädchen im Alter von 16 und 18 Jahren dürften dabei aus dem Wageninneren hinausgeschleudert worden sein und blieben schwer verletzt auf der angrenzenden Wiese liegen. Der Lenker und sein Beifahrer waren unverletzt im Fahrzeug.

Der 20-Jährige aus Telfs war nach einer lang gezogenen Rechtskurve über die linke Straßenseite hinaus geraten und wurde sieben Meter über eine dortige Böschung gegen die Außenwand eines Wohnhauses geschleudert. Zuvor rammte er noch frontal einen am Straßenrand einbetonierten Fahnenmasten der Gemeinde Polling. Der Pkw kam anschließend im Garten zum Stillstand. Unfallursache war laut Angaben des Lenkers ein Sekundenschlaf.

Obwohl der Mann angab, nur die erlaubten 50 Km/h gefahren zu sein, nahm die Polizei auf Grund der Flugbahn seines Fahrzeuges und der Wucht des Aufpralles an, dass er seinen, mit einem V6 - Motor ausgestatteten Pkw mit überhöhter Geschwindigkeit gelenkt hatte. Das Auto, an dem Totalschaden entstanden war, besaß er seit einem Monat.

(apa/red)