Pumper sieht ihr Marathon-Potenzial bei
2:30 Stunden: Vor Debüt aber vorsichtig

Wienerin will sich in Wien an Distanz gewöhnen Trotz Testlauf-Ergebnissen fehlt Vergleichswert

Die Wienerin Susanne Pumper traut sich in den nächsten Jahren den Vorstoß in eine neue österreichische Marathon-Dimension zu. Die Verbesserung des von Dagmar Rabensteiner gehaltenen ÖLV-Rekords von 2:34:35 Stunden sollte für die 35-Jährige mittelfristig kein Problem sein, Pumper hält sogar den Angriff auf die Barriere von 2:30 Stunden für möglich. Vorerst gilt es für sie aber, sich beim Vienna City Marathon am Sonntag an die Distanz zu gewöhnen.

Trotz hervorragender Testlauf-Ergebnisse gibt sich Pumper für ihr Debüt über die 42,195-km-Distanz vorsichtig. Denn noch fehlt ihr ein Vergleichswert, eine Marke unter 2:40 Stunden sollte es freilich werden. "Es motiviert mich auch, dass ich nachträglich EM-Silber über 3.000 m bekommen habe. Jetzt bin ich Vize-Europameisterin. Vielleicht geht sich ja auch das EM-Limit von 2:35 aus. Aber sicher habe ich das Potenzial für 2:30, das habe ich drauf."

Die Mutter der neunjährigen Victoria hat ihre Ausdauer in wenigen Marathon-Trainingsmonaten stark verbessert, obwohl sie lange von Zahnproblemen beeinträchtigt war. Pumper: "Der Halbmarathon in Wien ging heuer ganz locker, im Vorjahr war es noch eine Qual für mich." Eine Woche danach lief die LCC-Athletin in Wels über die Halbmarathon-Distanz ohne Druck auf die Top-Zeit von 1:14:01, überzeugte auch danach bei einem 10-km-Lauf in Pinkafeld.

Rabensteiner schätzt Pumper hoch ein, ist mit ihr ständig in Kontakt. Die 42-Jährige rechnet damit, in der nächsten Woche als ÖLV-Rekordlerin abgelöst zu werden. "Susi war eine Zeit lang verunsichert, jetzt hat sie aber nur den Marathon im Kopf", meint Rabensteiner. "Es müsste schon viel schief gehen, wenn sie keinen Rekord läuft. Ihn zu verlieren, ist für mich aber kein Problem. Ich sehe es so: Ein Rekord ist doch immer nur geliehen."

(apa)