Ski-WM von

WM war "kleines Wintermärchen"

ÖSV-Sportdirektor Hans Pum hat nichts zu meckern - Ziele wurden übertroffen

Hirscher jubelt im Team-Event © Bild: GEPA pictures/Christian Walgram

"Von mir aus könnten Skiweltmeisterschaften nur noch hier in Vail stattfinden." Gut gelaunt kommentierte ÖSV-Sportdirektor Hans Pum die Tatsache, dass auch seine dritte Alpin-WM in Vail/Beaver Creek sehr erfolgreich für Österreich verlaufen ist. "Unser gestecktes Ziel wurde übertroffen", sagte Pum über die Titelkämpfe in Colorado und sprach sogar von einem "kleinen Wintermärchen".

Sechs bis acht Medaillen lautet wie üblich die Medaillen-Erwartung des ÖSV bei Alpinweltmeisterschaften. Eine Marke, die 2015 übertroffen wurde. "Wir waren gut vorbereitet und so aufgestellt, dass wir in jeder Disziplin um Medaillen fahren können. Nur die Herren-Abfahrt ist daneben gegangen. Da wissen wir aber, dass wir eine starke Truppe haben", bilanzierte Pum hoch zufrieden. "Man könnte sagen, wir haben kleines Wintermärchen gehabt."

Der Oberösterreicher zeigte sich begeistert darüber, "wie eindrucksvoll unsere Athleten Österreich hier vertreten und gezeigt haben, dass wir die Skination Nummer eins sind". Man sei aber auch gut aufgestellt gewesen. "Wir haben Topleute wie Hirscher und Fenninger, die immer für Medaillen gut sind. Aber auch solche, die für Überraschungen gut sind."

Speedbewerbe nichts für Favoriten

Eine wirkliche Erklärung für die Pleite in der Herren-Abfahrt hatte auch Pum nicht. "Die Speedbwerbe waren hier generell nicht die Bewerbe der Favoriten. Normal wären dann Jansrud und Vonn vorne gewesen."

Für Pum war Vail/Beaver Creek die bereits 16. WM. Er werde sie alleine aus einem Grund nie vergessen, sagte der Sportchef. "Diesmal hat man wieder einmal besonders gut gesehen, wie sich ein Druck bei einer Heim-WM auswirkt und was ein guter Start für die gesamte Stimmung in einer Mannschaft ausmacht."

"Alles geht lockerer, wenn du was zum Feiern hast, als wenn jedem die Lade runterhängt. Man hat gesehen, wie sehr ein Erfolg eine ganze Mannschaft beflügelt." Die vor der WM andiskutierte "Krise" in einigen ÖSV-Alpinbereichen sei deshalb natürlich nicht abgesagt. "Aber man muss diesen Moment jetzt auch genießen. Das war im Vorfeld nicht so zu erwarten gewesen."

Stolz auf "Ski-Töchter"

Die Diskussionen über die bei der Siegerehrung nur in der "Söhne-Version" gesungene Bundeshymne kommentierte Pum so: "Wir können auf unsere Skitöchter sehr stolz sein."

Nach der WM 2015 ist auch für den ÖSV nun vor der WM 2017 in St. Moritz. "Wir denken jetzt schon daran, was zu tun ist, damit wir in zwei Jahren wieder erfolgreich sind", versicherte Pum und bezeichnete die WM in Vail/Beaver Creek als "perfekt".

"Die Landschaft, die Pisten, alles war gewaltig, und auch organisatorisch war alles sehr gut", lobte Pum. "Das war beste Werbung für unseren Sport. Schade nur, dass die Rennen nicht in einem Ort enden."

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