Pulitzer-Preise verliehen: US-Journalisten für Berichte über "Katrina" ausgezeichnet

Hurrikan-Reportage als "Dienst an der Öffentlichkeit"

Weil sie trotz der Wirren im Gefolge des Hurrikans "Katrina" weiter über die Katastrophe berichtet haben, sind zwei amerikanische Regionalzeitungen mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet worden. Die Jury würdigte am Montag in New York die Arbeit der Reporter und Redakteure bei der "Times-Picayune" in New Orleans und beim "Sun Herald" in Gulfport, Mississippi.

Beide Zeitungen erhielten den Medienpreis in der Kategorie "Dienst an der Öffentlichkeit". Die "Times-Picayune" gewann zusätzlich auch den Preis in der Kategorie für "Breaking News", also in der Berichterstattung über unerwartete Ereignisse. "Wir haben keinen einzigen Erscheinungstag verpasst, und dass ist ein Vermächtnis für alle in diesem Raum", sagte "Sun-Herald"-Verleger Ricky Matthews. "Der beste Journalismus aber liegt immer noch vor uns."

Die meisten Pulitzer-Preise erhielt die "Washington Post" mit Auszeichnungen in vier verschiedenen Kategorien, darunter für investigativen Reportage-Journalismus. Drei Preise gingen an die "New York Times", darunter für "National reporting".

In den Kunst-Kategorien gewann Geraldine Brooks mit "March" den Pulitzer-Preis für Romane. Der Lyrik-Preis ging an Claudia Emerson mit dem Werk "Late Wife". In der Musik wurde Yehudi Wyner für sein "Piano Concerto: Chiavi in Mano'" mit dem Pulitzer gewürdigt.(apa/red)