Prüfung positiv: Land Steiermark bekräftigt Haftungszusage für GAK und Sturm Graz

Lizenz: Für Sportlandes-Rat sind Weichen gestellt Opposition hat Zweifel - Sturm erwartet nun Lizenz<br>GAK will sich nicht auf Haftungsübernahme verlassen

Die steirische Landesregierung hat unter Federführung von Sportlandesrat Manfred Wegscheider ihre Zusage der Haftungserklärung für die beiden Grazer Fußball-Klubs GAK und Sturm bekräftigt und entsprechende Schreiben an die Bundesliga gerichtet. Kritik an der Vorgehensweise der Regierungsparteien kam von der Opposition, aber auch der GAK übte sich in Zurückhaltung. Manager Peter Svetits war sich "nicht sicher, ob das reichen wird".

Die Wirtschaftsprüfung der beiden Vereine hatte auf Grund der Lizenz-Einspruchsfrist beim Bundesliga-Protestkomitee am 8. Mai rascher als ursprünglich vereinbart erfolgen müssen. Wie Wegscheider mitteilte, verlief die Prüfung positiv, weshalb die Landesregierung ihre Haftungszusage noch einmal öffentlich bekräftigte.

Der Sportlandesrat glaubt, die Lizenz für Sturm und GAK damit gesichert zu haben. "Wenn das auch noch als zu schwammig bezeichnet wird, möchte ich bezweifeln, dass man überhaupt ein Interesse an einer Lizenzerteilung hat", meinte Wegscheider. Grüne und das BZÖ übten wegen des beschleunigten Verfahrens heftige Kritik an der Landesregierung, Peter Hagenauer sprach gar von einem "Husch-Pfusch-Persilschein für Kartnig".

Sturm sieht Lizenzerteilung "nicht gefährdet"
Unterschiedlich fiel die Reaktion der beiden betroffenen Grazer Klubs aus. Sturm-Vize-Präsident Hans-Jörg Glinz sieht die Lizenzerteilung durch die Bundesliga in zweiter Instanz nicht gefährdet. "Wir sind schon in erster Instanz davon ausgegangen, dass wir die Lizenz bekommen. Jetzt noch mehr", erklärte Glinz.

GAK will sich nicht auf Haftungsübernahme verlassen
Beim GAK will man sich dagegen nicht allein auf die Haftungsübernahme verlassen, da diese von der Lizenzerteilung abhängt, die Erteilung der Lizenz aber wiederum von der Haftungsübernahme. "Die Katze beißt sich in den Schwanz", erklärte Präsident Sükar. Der GAK will daher auch eine Kreditzusage einer Bank beim Protestkomitee der Bundesliga einreichen. (apa/red)