Prozessbeginn gegen Mumbai-Attentäter:
Bei Anschlagsserie starben 165 Menschen

Wegen Mordes und versuchten Mordes angeklagt 21-jährigem Attentäter droht jetzt die Todesstrafe

Prozessbeginn gegen Mumbai-Attentäter:
Bei Anschlagsserie starben 165 Menschen © Bild: Reuters

Der einzige überlebende Attentäter der Anschlagserie in Mumbai mit 165 Toten muss sich vor einem indischen Gericht verantworten. Der Prozess gegen den aus Pakistan stammenden Angeklagten Mohammed Ajmal Amir Iman, genannt Kasab, solle am 15. April eröffnet werden, sagte der zuständige Richter M.H. Tahiliani in Mumbai bei einer Anhörung.

Zum Prozessauftakt werde die Anklage verlesen, sagte der Richter in Gegenwart des 21-jährigen Angeklagten. Kasab werden "kriegerische Handlungen" gegen Indien, Mord, versuchter Mord sowie Verstöße gegen das Waffen- und Sprengstoffgesetz vorgeworfen.

Angeklagtem droht Todesstrafe
Der Pakistani soll Ende November auf Anweisung der Islamistenorganisation Lashkar-e-Taiba gemeinsam mit neun weiteren Attentätern eine Reihe von Zielen in Mumbai angegriffen haben, darunter Luxushotels, einen Bahnhof und ein jüdisches Zentrum. Ihm droht die Todesstrafe. Bei den verheerenden Anschlägen in der Millionenmetropole waren 165 Menschen getötet und mehr als 300 weitere verletzt worden.

Unterdessen wurden bei einem Autobomben-Anschlag in einem belebten Geschäftsviertel der nordostindischen Stadt Guwahati am Montag mindestens vier Menschen getötet. Mehr als 20 Menschen seien bei der Detonation in der Hauptstadt des Bundesstaats Assam verletzt worden, meldete der Nachrichtensender NDTV. Mehrere Häuser und Autos seien in Brand geraten. Die Behörden verdächtigten die separatistische Vereinte Befreiungsfront Assams (ULFA) als Urheber der Tat. Die ULFA, die für ein unabhängiges Assam kämpft, begeht an diesem Dienstag ihren 30. Gründungstag. (apa/red)