Prozess um Terroranschläge von Madrid: Angeklagter verurteilt grauenhaftes Attentat

Zougam bestreitet auch Zugehörigkeit zu Al Kaida Staatsanwalt fordert mehr als 38.000 Jahre Haft

Prozess um Terroranschläge von Madrid: Angeklagter verurteilt grauenhaftes Attentat

Einer der mutmaßlichen Attentäter von Madrid hat die Anschläge vom 11. März 2004 verurteilt. "Ich bin nicht einverstanden mit diesem Attentat und mit keinem Anschlag, der aus religiösen oder politischen Gründen das Leben unschuldiger Menschen beendet", sagte der Marokkaner Jamal Zougam vor Gericht in Madrid.

Gleichzeitig bestritt der Angeklagte, dass er zu Al Kaida oder einer Gruppe gehört, die mit dem Terrornetzwerk zusammenarbeitet. Die Staatsanwaltschaft fordert mehr als 38.000 Jahre Haft für Zougam.

In Madrid hat der Prozess um die Anschläge, bei denen 191 Menschen ums Leben gekommen sind, begonnen. Zougan hat sich schon einmal geäußert und jede Schuld bestritten. Zougam unterhielt in Madrid einen Telefonladen. Er soll Bauteile von Handys geliefert haben, mit denen die Zeitzünder der Bomben gebastelt wurden.

(apa/red)