Prozess um Ohrfeige gegen Lehrerin:
50-Jähriger rastet im Konferenzzimmer aus

Salzburg: Streit dreht sich um 16-jährige Tochter Mann steht wegen Körperverletzung vor Gericht

Prozess um Ohrfeige gegen Lehrerin:
50-Jähriger rastet im Konferenzzimmer aus

Ein Streit zwischen dem Vater einer Schülerin und einer Lehrerin endet in Salzburg vor Gericht: Der 50-Jährige soll der Professorin seiner 16-jährigen Tochter vor dem Konferenzzimmer der "Handelsakademie und Handelsschule 1" eine Ohrfeige verpasst haben.

Dem Mann wird Körperverletzung vorgeworfen, weil die Lehrerin eine Prellung des Kopfes erlitten hatte.

Hintergrund der mutmaßlichen "Racheaktion" war eine verbale Auseinandersetzung zwischen dem 16-jährigen Mädchen und der Lehrerin während des Unterrichts. Das Mädchen soll an der Tafel gekichert haben. Auf die Frage der Deutschlehrerin, ob sie etwas getrunken hätte, soll die Schülerin geantwortet haben: "Wenn ich betrunken sein soll, bist es du auch."

Schülerin beschwerte sich über Zurechtweisung
Per Handy erzählte die 16-Jährige dann ihren Eltern über die Zurechtweisung durch die Lehrerin. Der verärgerte Vater stellte die Frau in einer Pause zur Rede. Laut dem Strafantrag versetzte er ihr mit der flachen Hand einen Schlag ins Gesicht. Die "Ohrfeige" war offenbar so heftig, dass die Brille der Lehrerin zu Boden fiel. Sie begab sich ins Spital und wurde einige Tage krankgeschrieben.

Der verärgerte Vater stellte die Lehrerin in einer Pause zur Rede. Gegenüber Medien meinte der 50-Jährige, er habe wild gestikuliert, aber nicht absichtlich zugeschlagen. Seine Tochter sei in der Schule gemobbt worden. Im Oktober habe ihr ein 15-jähriger Schüler eine Softgun an den Kopf gehalten. Durch die Aussage der Lehrerin habe sich seine Tochter, die keinen Tropfen Alkohol getrunken hätte, erniedrigt gefühlt. Bezirksrichterin Christa Grund will heute fünf Zeugen einvernehmen.

(apa/red)

Kommentare

Bei solchen Eltern darf man sich über das Verhalten so mancher Jugendlicher nicht wundern.

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