Amoklauf von

Er soll zwölf Menschen getötet haben

Der mit Spannung erwartete Prozess gegen den Amokläufer von Aurora startet

James Holmes vor Gericht © Bild: Reuters/RTW/BS

Der Prozess gegen den Amokläufer von Aurora startet: Der Angeklagte James Holmes soll im Sommer 2012 zwölf Menschen getötet haben, 70 weitere wurden verletzt.

Holmes wird beschuldigt, in der Nacht zum 20. Juli 2012 in einem Kino während der Premiere des neuen "Batman"-Films wahllos in das Publikum gefeuert zu haben. Zwölf Menschen starben im Kugelhagel. Außerdem muss sich Holmes wegen des Besitzes von Sprengstoff verantworten, mit dem er seine Wohnung präpariert hatte.

War Holmes unzurechnungsfähig?

Im Juni 2013 erlaubte das Gericht, dass Holmes auf nicht schuldig wegen Unzurechnungsfähigkeit plädieren dürfe. Die Staatsanwaltschaft strebt die Todesstrafe für Holmes an.

Der Termin für den Prozess ist immer wieder verschoben worden. Die Verteidiger des 26-jährigen Holmes hatten zunächst eine zweite psychiatrische Untersuchung gefordert. Für das Strafmaß im Prozess ist entscheidend, ob er als psychisch krank eingestuft wird. Schon vor der Tat befand er sich in psychiatrischer Behandlung, bei Anhörungen wirkte er bisweilen geistig abwesend.

Schock nach Blutbad sitzt tief

Die Erinnerungen an die Schicksalsnacht sind bei vielen Bewohnern von Aurora noch nicht verblasst. Ein solches Trauma zu verarbeiten, könne Jahre dauern, sagte Grace Zolnosky, die das neu gegründete "Zentrum für Widerstand" in Aurora leitet, in dem sich Hinterbliebene an Therapeuten wenden können. Einer der Traumatisierten wandte sich erst im März 2013 an eine der Therapie-Stellen. Zolnosky erinnerte sich: "Für ihn war es ein Gefühl, als hätte ihn plötzlich eine Wand erschlagen."

Kritikern der einflussreichen Waffenlobby in den USA bot das häufig als "Kinomassaker" bezeichnete Blutbad neuen Konfliktstoff. Die Reform des umstrittenen Waffenrechts erfordere eine lange politische Auseinandersetzung, sagte Ladd Everitt vom Bündnis gegen Waffengewalt. Nur mit Geld könne man der National Rifle Association etwas entgegensetzen: "Wir müssen gegenüber der NRA Boden gutmachen, indem wir große Geldsummen in politische Kampagnen pumpen."

Kommentare

Oberon

Aurora - die Morgenröte.
Der Täter war in den Anhörungen öfter geistig abwesend. Wenn alle Männer, die prinzipiell nicht zuhören, gleich psychiatrische Fälle wären, dann hätte Ö ein großes Problem!
Vielleicht wollte er einfach mit seinen Taten nicht konfrontiert werden? Man kann in keinen Menschen reinschauen, sollte auch keinen unterschätzen, das rächt sich irgendwann.

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