Prozess Adrian Sutil von

"Lewis ein Feigling"

Hamilton erscheint nicht zum Prozess gegen Adrian Sutil. Dieser kündigt die Freundschaft

Prozess Adrian Sutil - "Lewis ein Feigling" © Bild: GEPA/Charniaux

Adrian Sutil hat nach seiner Verurteilung seinen Formel-1-Kollegen Lewis Hamilton scharf kritisiert und dem Briten die Freundschaft gekündigt. "Lewis ist ein Feigling, ich will mit so jemandem nicht befreundet sein", wurde der Deutsche in der "Bild"-Zeitung (Mittwoch-Ausgabe) zitiert. Hamilton sei für ihn "kein Mann", betonte Sutil, dessen Prozess Hamilton entschuldigt ferngeblieben war.

Der englische Ex-Weltmeister hatte dem Gericht mitgeteilt, dass er wegen Terminen nicht nach München zu einer Zeugenaussage kommen könne. Zudem hatte Hamilton schriftlich hinterlegt, dass er von dem Streit zwischen Sutil und dem Luxemburger Geschäftsmann Eric Lux nach dem Grand Prix von China nichts gesehen habe. Sutil hatte Lux mit einem Champagner-Glas schwer verletzt. Wegen gefährlicher Körperverletzung wurde der 29-Jährige am Dienstag zu 18 Monaten bedingt und einer Geldstrafe von 200.000 Euro verurteilt.

Handynummer geändert
"Selbst sein Vater hat mir eine SMS geschrieben und mir Glück gewünscht für den Prozess. Von Lewis kam nichts", betonte Sutil laut "Bild". Er habe den Briten nicht erreichen können. "Er hat seine Handynummer geändert", sagte Sutil, der sich seit seinem Einstieg in die Formel 1 2007 auch immer wieder der Freundschaft mit Hamilton gerühmt hatte.

Im noblen M1NT-Club von Shanghai wollten die beiden Piloten auf Hamiltons Sieg im China-GP am 17. April 2011 anstoßen. Dort kam es dann aber zum Zwischenfall, der nun auch die Freundschaft der beiden zerstörte, die sich seit gemeinsamen Zeiten in der Formel 3 kennen.