Provider wollen das iPhone um jeden Preis:
O2 erhält jetzt Zuschlag für Großbritannien

In Österreich soll T-Mobile das iPhone bekommen Telekom-Tochter auch in Deutschland fixer Partner

Provider wollen das iPhone um jeden Preis:
O2 erhält jetzt Zuschlag für Großbritannien © Bild: Apple

O2 ist Apples Mobilfunkpartner für das iPhone in Großbritannien. Seine britische Mobilfunktochter und der europäische Handyhändler Carephone Warhouse hätten von Apple den Zuschlag erhalten, teilte die spanische O2-Mutter Telefonica mit. Der Preis werde bei 269 Pfund (rund 387 Euro) einschließlich Mehrwertsteuer liegen.

Nach monatelangen Spekulationen ist O2 der erste Mobilfunk-Partner von Apple Europa, der den Zuschlag für das iPhone erhält.

T-Mobile in Deutschland?
Branchenkreisen zufolge wird in Deutschland die Deutsche Telekom Apples Exklusivpartner und das iPhone für 399 Euro vertreiben. Um das Mobiltelefon in Deutschland exklusiv verkaufen zu dürfen, müsse T-Mobile (Telekom-Tochter) ein Zehntel der mit dem iPhone erzielten Umsätze an Apple abtreten, berichtet die "Financial Times Deutschland" ohne Quellenangabe.

Boom im Weihnachtsgeschäft
Einen entsprechenden Vertrag habe auch Orange für Frankreich abgeschlossen. In Frankreich, Großbritannien und Deutschland soll das iPhone dann im Weihnachtsgeschäft erstmals verkauft werden. Im Rest Europas - also auch in Österreich - dagegen wird das Mobiltelefon nach jüngsten Medien-Berichten erst Anfang 2008 erhältlich sein. In Österreich wird T-Mobile den Zuschlag erhalten, hieß es aus Unternehmenskreisen.

Trotz Umsatzeinbindung positiv wertbar
T-Mobile wollte sich laut Zeitung zu den Zugeständnissen für die Deutschland-Rechte nicht äußern. Nach Einschätzung von Branchenexperten werden die mit Apple geschlossenen Verträge nun Begehrlichkeiten bei anderen Handyherstellern wecken. "Ist die Umsatzbeteilung erst einmal eingeführt, werden sie die nie wieder los", sagte Philipp Geiger, Telekom-Experte der Unternehmensberatung Solon. "Der iPhone-Zuschlag ist für jeden Netzbetreiber eine positive Nachricht. Durch die lange Exklusivität kann das positive Auswirkungen auf das Image haben", sagte Telekomexperte Roman Friedrich von der Unternehmensberatung Booz Allen Hamilton. (apa/red)