Protest nach Ausschluss: Flughafen Wien leitet rechtliche Schritte gegen Antalya ein

Entscheidung der Versteigerung nicht nachvollziehbar Konkurrent Fraport hat zuvor den Zuschlag erhalten

Der Flughafen Wien wehrt sich nun mit rechtlichen Mitteln gegen die erlittene Niederlage im Bieterwettstreit um den Betrieb der drei Terminals am Airport Antalya: Der türkische Partner Celebi Hava Servisi A.S. wird im Namen der Bietergemeinschaft Klage gegen den Ausschluss aus dem Verfahren sowie einen Antrag auf Erlassung einer Einstweiligen Verfügung einreichen.

"Nach eingehender Prüfung sind die Anwälte von Flughafen Wien AG (FWAG) und Celebi Hava Servisi A.S. zu dem Ergebnis gekommen, dass die von der 'Aviation State Authority' (DHMI) bekannt gegebene Entscheidung über den Ausschluss aus der Versteigerung der Konzession zum Betrieb der drei Terminals des Flughafens Antalya nicht nachvollziehbar ist", heißt es in der Aussendung.

Die DHMI habe in einem halbseitigen Statement drei von insgesamt rund 150 Dokumenten, in denen sich die angeblichen Mängel befinden sollen, aufgezählt - "ohne dies inhaltlich zu begründen". Diese Dokumente, die von Celebi Hava Servisi A.S. stammen, seien einer nochmaligen gründlichen Überprüfung durch die Anwälte von Celebi Hava Servisi A.S. und FWAG unterzogen worden.

"Bei dieser Prüfung wurden keinerlei Mängel festgestellt", heißt es. Nach Rücksprache mit ihren Anwälten werde Celebi Hava Servisi A.S. nun die entsprechenden rechtlichen Schritte setzen.

Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport hatte mit seinem Partner - der türkischen IC Holding, die schon bisher den zweiten internationalen Terminal in Antalya betrieben hat - den Zuschlag erhalten. Für den Vertrag für alle drei Terminals bis zum Jahr 2024 soll das von Fraport angeführte Konsortium 2,4 Mrd. Euro zahlen.

(apa/red)