Prominenten-Zuwachs: 700 Unterschriften und neue Homepage für "Wir für Schüssel"!

"Österreich-Erfolgsstaffel" buhlt um Unterschriften Internet-Aufruf zur Gründung eigener Komitees

700 Unterstützungserklärungen kann das "unabhängige" Personenkomitee "Wir für Schüssel" bereits verbuchen. Im Promi-Gepäck neu dabei: Museumsquartier-Direktor Wolfgang Waldner, Erich Gornik, Geschäftsführer des Austrian Research Centers in Seibersdorf, und Unternehmerin Nina Stift. Eine "Österreich-Erfolgsstaffel" soll nun die Kanzler-Euphorie weitertragen, moderner kann man es auf der neuen Homepage http://www.erfolgreich.at haben.

"Es ist für uns alle beeindruckend, wie groß der Zuspruch ist", gab sich Sprecher Claus Raidl gerührt, und das, "obwohl wir noch gar nicht richtig begonnen haben". Vor allem die Freizügigkeit, mit der bekannte Menschen für Schüssel werben, hat es ihm angetan: "Das öffentlich zu tun, glaube ich, ist beeindruckend." Um auch noch den letzten bis jetzt heimlichen Schüssel-Fan zu überzeugen, wird ab 23. August die "Österreich-Staffel" mit einem Auftakt-Event in Wien gestartet, dabei soll eine symbolische Unterschriftenrolle in Form eines Staffelholzes durch ganz Österreich geschickt werden.

Web-Aufruf zur Gründung eigener Komitees
Das kann man einfacher haben: Auch die Homepage steht im Zeichen sportlicher Ertüchtigung. Beim Computerspiel "City Run" kann man seinen athletisch gebauten Helden mit leichter Kanzler-Ähnlichkeit Hindernisse überwinden und Staffeln übergeben lassen. Dass es das Team von "Wir für Schüssel" auch wirklich ernst meint, zeigt ein weiteres Feature auf der Seite: Jeder kann dort sein eigenes Komitee gründen. "Wir Bäcker für Schüssel", "Wir Gärtner für Schüssel" oder "Wir Zwettler für Schüssel", ließ der Leiter des Personenkomitees Christian Gehrer, Sohn der Bildungsministerin und Geschäftsführer des ÖVP-nahen Management Clubs, seiner Fantasie freien Lauf. Und auch Postkarten mit Kanzler-Konterfei kann man über die Homepage ordern.

Das braucht MQ-Chef Waldner etwa nicht, kennt er doch Schüssel, "der gerade im Ausland geschätzt wird", vor allem durch Treffen in den USA. Mit wissenschaftlichen Argumenten versuchte Wittgenstein-Preisträger Gornik zu überzeugen, die Forschung stehe seit dem Amtsantritt der Wenderegierung gut da wie nie zuvor. Und auch die Tullner Unternehmerin Stift - sie ist in der Modebranche tätig - wollte ihre positiven Erfahrungen, die sie bei einem Betriebsbesuch Schüssels gemacht hatte, weitertragen: "Er ist endlich mal einer, der sich für den kleinen Mann einsetzt." (apa/red)