"profil": Schon 2002 gab es Hinweise auf Rumpold-Millionenverträge & Wolf-Geschäft

Staatsanwalt stellte Ermittlungen damals aber ein Sprecher: "Werden in Sache Rumpold tätig werden"<br>Mutmaßlich falsche Zeugenaussage: Anzeige vs. Wolf

"profil": Schon 2002 gab es Hinweise auf Rumpold-Millionenverträge & Wolf-Geschäft

Wie das "profil" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, wird die Staatsanwaltschaf nun auch bezüglich der Millionen-Verträge des Ehepaars Gernot und Erika Rumpold und ihrer Werbeagentur "100 % Communication" Ermittlungen einleiten. Das bestätigte der Sprecher der Staatsawaltschaft Wien, Gerhard Jarosch, gegenüber "profil". Jarosch: "Wir werden nun in der Sache Rumpold tätig werden und alle entsprechenden Zahlungsvorgänge von und an das Ehepaar Rumpold und die dementsprechenden Unternehmen prüfen."

Weiters prüft die Staatsanwaltschaft nun ein Vorgehen gegen den suspendierten "Airchief" Erich Wolf wegen mutmaßlich falscher Zeugenaussage vor dem parlamentarischen Untersuchungsausschuss. Der Ausschuss hat Wolf wegen seiner widersprüchlichen Aussagen vor dem Ausschuss zu Geldflüssen rund um die Unternehmen seiner Frau bei der Justiz offiziell angezeigt. Auch das bestätigt die Staatsanwaltschaft gegenüber "profil".

Zuletzt hatte die Staatsanwaltschaft bereits Ermittlungen gegen Wolf wegen der jüngst bekannt gewordenen Überweisungen des Waffenlobbyisten Erhard Steininger an die Firma von Wolfs Frau eingeleitet. Mögliche mutmaßliche Delikte: Amtsmissbrauch bzw. verbotene Geschenkannahme. Da die Typenentscheidung jedoch im Sommer 2002 fiel droht nun in wenigen Wochen eine Verjährung der etwaigen Vergehen. Frist bei beiden Straftatbeständen: fünf Jahre.

Es gilt die Unschuldsvermutung.

Wie "profil" weiters berichtet, hatte die Staatsanwaltschaft Wien jedoch schon im Jahr 2002 Hinweise auf die EADS-Millionen der Rumpold-Werbeagentur "100 % Communication" sowie angebliche Geldflüsse an das Unternehmen der Wolf-Gattin, Anna Maria Frühstück-Wolf. In anonymen Anzeigen vom 22. Juli 2002 und 10. März 2003 hieß es damals, die Firma der Frau des damaligen Luftwaffenchefs Wolf, habe Geld über die Agentur des damaligen FP-Werbers Gernot Rumpold Geld vom Eurofighter-Hersteller EADS erhalten. Der Waffenlobbyist Steininger, von dem Wolfs Frau im Jahr 2002 rund 87.600 Euro für ein noch zu erstellendes Marketing-Konzept erhalten hat, wurde in diesem Zusammenhang allerdings nicht genannt.

Die Staatsanwaltschaft Wien stellte die Ermittlungen damals mit Genehmigung des Justizministeriums unter Minister Dieter Böhmdorfer ein. "Wir haben alles genauestens geprüft, konnten aber den Tatverdacht nicht ausreichend erhärten", sagt der mittlerweile pensionierte Staatsanwalt Erich Müller gegenüber "profil".

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