"profil" zu Eurofighter-Affäre: Ehemann von Rauch-Kallat muss vor U-Ausschuss

Mensdorff-Pouilly: Aussage zu BAE-Systems-Vertrag Britischer Konzern ist auch an Eurofighter beteiligt

Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, wird der Ehemann der Ex-ÖVP-Ministerin Maria Rauch-Kallat, Alfons Mensdorff-Pouilly, vor den parlamentarischen Eurofighter-Untersuchungsausschuss geladen. Einen entsprechenden Beschluss will der Ausschuss in seiner Sitzung am Montag fassen. Neben Mensdorff sollen auch der ehemalige Rüstungsindustrielle und Steyr-Spezialfahrzeuge-Chef Hans Michael Malzacher sowie der Saab-Lobbyist Hans Drescher als Auskunftspersonen aussagen.

Ausschlaggebend dafür war ein "profil"-Bericht wonach Malzacher vom britischen Rüstungskonzern BAE-Systems eine Provisionszusage in Höhe von rund 50 Millionen Euro gehabt haben soll, für den Fall, dass sich die Republik für den Saab-Gripen entscheidet. Der Deal kam jedoch nie Zustande, da Österreich die Eurofighter kaufte. BAE-Systems ist sowohl an Saab als auch an der Eurofighter GmbH beteiligt.

Auch Mensdorff-Pouilly soll über seinen Beratervertrag mit BAE-Systems Auskunft geben. Er soll sich für den Verkauf von Gripen in Tschechien engagiert haben. Wie profil bereits berichtete soll ihm dafür eine ähnlich hohe Erfolgsprämie (rund 60 Millionen Euro) in Aussicht gestellt worden sein, für den Fall, dass Tschechien den Saab-Gripen kauft. Mensdorff wollte diese Provisionsvereinbarung bzw. die Höhe der Summe nicht kommentieren. Die Verwicklung in eine tschechische Schmiergeldaffäre dementierte er aber. BAE wird verdächtigt im Zuge des Gripen-Geschäfts rund 8,7 Millionen Euro an tschechische Politiker verschoben zu haben.

Die schwedische Staatsanwaltschaft ermittelt die Vorgänge in Tschechien und nimmt nun auch die Geschäfte rund um den gescheiterten Saab-Deal in Österreich unter die Lupe.

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