"profil": "Besondere Visavereinbarungen für Angestellte von Casinos Austria"

Wie Ferrero-Waldner fürden Unternehmer Schlaff, die Bawag und den Oligarchen Cherney intervenierte

Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, hat sich die ehemalige Außenministerin, spätere Präsidentschaftskandidatin und heutige EU-Kommissarin Benita Ferrero-Waldner 2002 bei israelischen Amtskollegen für das von den Casinos Austria und dem Unternehmer Martin Schlaff geplante Luxus-Casinoschiff "Cancun" im Hafen von Eilat eingesetzt.

In Briefen, die am 8. Oktober bei den damaligen israelischen Ministern Shimon Peres (Äußeres) und Eli Ishoi (Inneres) einlangten, ersuchte die Ministerin, "besondere Visavereinbarungen zu treffen für Angestellte von Casinos Austria", die auf dem Schiff arbeiten sollten. Ferrero bezeichnete die Tätigkeiten als eine "wichtige Institution" der Casinos Austria AG. Glücksspiel ist in Israel gesetzlich verboten.

Auch dem russischen Oligarchen Michael Cherney, von dem Martin Schlaff 2002 den bulgarischen Handynetzbetreiber Mobiltel gekauft hatte, war Ferrero-Waldner behilflich. Dem gebürtigen Usbeken mit israelischem Pass drohte das Aufenthaltsverbot in Israel. "Über Intervention des Kabinetts der Frau Außenministerin" wurde ihm schließlich von Mai bis November 2003 ein befristetes Visum für Österreich erteilt. Begründet wurde dies damit, "dass größtes geschäftliches Interesse der Bawag besteht".

Die ganze Story finden Sie im aktuellen "profil"!