"profil": BA-CA wird direkte UniCredit- Tochter - HVB verkauft ihre BA-CA-Aktien

Verhandlungen über neue Struktur noch ergebnislos Verschiebung der Ausgliederung wahrscheinlich

Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, wird die HypoVereinsbank (HVB) ihre Aktienmehrheit an der Bank Austria Creditanstalt (BA-CA) demnächst an die Konzernmutter UniCredit verkaufen. Die für die Transaktion notwendigen Bewertungen der BA-CA und ihrer Tochterbanken werden derzeit von jeweils aus München beziehungsweise Mailand entsandten Wirtschaftsprüfern vorgenommen.

Die BA-CA wird mit Vollzug der Transaktion, die für Sommer geplant ist, zu einer unmittelbaren Tochtergesellschaft von UniCredit. Die Ergebnisse der BA-CA und des aus Wien gesteuerten osteuropäischen Bankenkonzerns werden dann nicht mehr in der HVB-Bilanz aufscheinen, was den Rationalisierungs- und Ertragssteigerungsdruck bei dem deutschen Institut erhöhen soll.

Über die künftige gesellschaftsrechtliche und organisatorische der BA-CA, die am 15. März bekannt gegeben werden soll, verhandelt UniCredit weiterhin mit dem BA-CA-Betriebsrat und der Privatstiftung zur Verwaltung von Anteilsrechten. Am wahrscheinlichsten erscheint derzeit ein Kompromiss: Die Ausgliederung des Österreich-Geschäfts dürfte zwar jetzt beschlossen, aber erst in fünf bis sieben Jahren umgesetzt werden. Im Investment Banking einschließlich dem für die BA-CA überaus profitablen Treasury erscheint der Verzicht auf eine Ausgliederung kombiniert mit Vereinbarung einer engen geschäftlichen Abstimmung mit der Konzernzentrale in Mailand angepeilt. Als am wenigsten kontroversiell gilt die Ausgliederung des Vermögensverwaltungsgeschäfts, das, so eine Gesamteinigung gelingt, vermutlich sehr bald an UniCredit verkauft werden wird.

Die Zuständigkeit für Osteuropa wird jedenfalls in Wien bleiben und um weitere Länder wie das Baltikum, Russland und die Türkei erweitert werden. Dies würde sowohl betreffend Ertragskraft als auch Bilanzvolumen einen angemessenen Ausgleich darstellen, sollte die Verantwortung für Polen an Mailand abgetreten werden müssen. Bislang blockiert die polnische Regierung die beabsichtigte Fusion der BA-CA-Tochterbank BPH mit der UniCredit-Tochter Pekao. Als teil eines möglichen Kompromisses wurde von UniCredit angeboten, eine fusionierte Pekao-BPH Bank ebenfalls zu einer direkten Tochter der Mailänder Konzernmutter zu machen, um solcherart die Bedeutung des polnischen Marktes zu unterstreichen. Die polnische Regierung zeigt sich freilich weiterhin ablehnend, weswegen die EU-Kommission nun ein offizielles Vertragsverletzungsverfahren eingeleitet hat.

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