Prodi & Merkel klar gegen den Super-Euro:
Wirtschaftliche Gegenmacht zur EZB soll her

Eurogruppe will gemeinsam die Situation aufklären

Prodi & Merkel klar gegen den Super-Euro:
Wirtschaftliche Gegenmacht zur EZB soll her

Deutschland und Italien sind gemeinsam gegen den derzeit sehr starken Euro. Der italienische Regierungschef Romano Prodi berichtete über ein telefonisches Gespräch mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel, mit der er die Sorge wegen des hohen Wechselkurses des Euro gegenüber dem Dollar teile. "Die USA betreiben eine Währungspolitik, die ausschließlich auf interne Probleme gerichtet ist", sagte der italienische Premierminister.

Laut Prodi müssten beim nächsten G-7-Treffen die Interessen der Eurozone stärker zu Gehör gebracht werden. Im Gegensatz zum französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy ist Prodi jedoch der Ansicht, dass es nicht Aufgabe der Politik sei, der autonomen Europäischen Zentralbank (EZB) Ratschläge über die Währungspolitik zu geben, berichteten italienische Medien. Kommenden Montag werde die Eurogruppe - die Finanzminister der Euro-Mitgliedsländer - nach Lösungen suchen, die der G7-Gruppe vorgeschlagen werden können, meinte Prodi. Der italienische Premierminister sagte, auf europäischer Ebene sollte eine wirtschaftspolitische Gegenmacht zur EZB installiert werden. An der Autonomie der EZB dürfe man jedoch nicht rütteln, meinte Prodi. (APA/red)