Probleme mit der Briefwahl: Ein Fünftel der neuen Wahlkarten wird ungültig abgegeben

Stichprobe: Viele Karten sind fehlerhaft ausgefüllt Briefwähler machen immer wieder die gleichen Fehler

Probleme mit der Briefwahl: Ein Fünftel der neuen Wahlkarten wird ungültig abgegeben © Bild: APA/Schneider

Die heuer erstmals mögliche Briefwahl scheint eine Flut an ungültigen Stimmen zu bringen: Bei einer Strichprobe in der Stadt Salzburg waren 20 Prozent der bislang schon eingetroffenen Stimmen ungültig, weil die Wahlkarten nicht richtig ausgefüllt wurden.

"Ja, das stimmt. Jede fünfte Wahlkarte, die kontrolliert wurde, war mangelhaft", sagt Salzburgs Bürgermeister Heinz Schaden in den "Salzburger Nachrichten". Wobei es immer die gleichen Fehler waren: Auf den Wahlkarten fehlte die Unterschrift, das Datum oder der Ort der Stimmabgabe. Das hat zur Folge, dass diese Stimmen für die Nationalratswahl nicht berücksichtigt werden können.

Allein in der Stadt Salzburg geht es dabei um tausende Stimmen, immerhin haben von den 103.000 Wahlberechtigten etwa 10.000 eine Wahlkarte beantragt. Die Wahlkarten werden erst am Tag nach der Wahl von der Wahlbehörde ausgewertet. Dabei wird geprüft, ob sie gesetzeskonform ausgefüllt sind. Wenn ja, werden sie geöffnet und die eigentlichen Kuverts entnommen. Dadurch soll die Anonymität gewahrt werden.

(apa/red)