Problembären: Das Erbe von Bruno

Die Geschwister von ,JJ1‘ wachsen mit dem gleichen Fehlverhalten auf wie er. Droht ihnen das gleiche Schicksal?

Edith Ritter sitzt vor einem Teller mit Rostbratwürsten und Sauerkraut. Die resolute Geschäftsführerin des „Gasthofs zur Post“ im bayerischen Schliersee, die von allen nur respektvoll „Chefin“ gerufen wird, ist mit ihren Nerven am Ende.

Seit Stunden schon steht ihr Gasthof im Mittelpunkt des europäischen Medieninteresses. Denn hier fand die Pressekonferenz zum Abschuss von „JJ1“ alias Bruno statt. „Es ist unglaublich“, sagt die Mittfünfzigerin mit einem Blick über ihre dicken Brillen, „aber seither läutet andauernd das Telefon.“ Der Grund jedoch sind nicht Zimmerbestellungen. Viele der Anrufer, die sich als Tierschützer ausgeben, drohen mit Mord. „Wir gehen jetzt einfach nicht mehr ans Telefon heute“, resigniert die an sich so wackere Bayerin.

Stammtischgespräche.
Zwei Tische weiter befindet sich der Stammtisch der Schlierseer im traditionsreichen Gasthof. Dort diskutieren die Einheimischen über das, was in der Nacht von Sonntag auf Montag um 4.50 Uhr passiert ist. Auch die alten Stammtischspezis finden keine Lösung. Während der eine sagt, der tödliche Schuss auf „JJ1“ war notwendig, weil er früher oder später einen Menschen getötet hätte, meint sein Gegenüber genau das Gegenteil: Nämlich dass der Problembär kein solcher war, sondern nur die Menschen mit dem Wildtier Probleme gehabt hätten.

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