Es geht los! von

Pro & Contra Dschungelcamp

Juhuuu oder igitt? Heute startet die 12. Staffel des RTL-Formats

Es geht los! - Pro & Contra Dschungelcamp © Bild: MG RTL D / Stefan Menne

Der 19. Jänner 2018 ist für Fans von gut gemachtem Trash-TV ein absoluter Jubeltag, denn: Die RTL-Show "Ich bin ein Star - holt mich hier raus!" - besser bekannt als Dschungelcamp - startet. Handelt es sich dabei um ein Must-See-Programm oder völlig entbehrlichen Nonsens? Die News.at-Redaktion ist sich diesbezüglich nicht einig ...

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Ansgar Brinkmann, Sandra Steffl, Kattia Vides, Natascha Ochsenknecht, Giuliana Farfalla, David Friedrich, Matthias Mangiapane, Daniele Negroni, Tatjana Gsell, Jenny Frankhauser, Tina York, Sydney Youngblood - diese zwölf mehr oder weniger Prominenten nehmen heuer am Dschungelcamp teil. Die einen - zumindest vorgeblich - aus Abenteuerlust, die anderen aus Geldnot, wieder andere aus reiner Sucht nach Publicity.

Alle Fotos und Infos: Das sind die Dschungelcamp-Kandidaten

© MG RTL D / Arya Shirazi Die diesjährigen Dschungelcamp-Kandidaten

Durch die Sendung führen wie schon in den letzten Jahren Sonja Zietlow und Daniel Hartwich. Zwei Wochen lang werden sie die Dschungelcamper mit ihren bissigen Kommentaren quälen und das TV-Publikum amüsieren. Oder ist es etwa genau umgekehrt? Die News.at-Redakteure sind hier durchaus geteilter Meinung ...

Das halten die Redakteure vom Dschungelcamp

Das klingt jetzt vielleicht komisch, aber: Es liegt gar nicht daran, dass es dem Format am sogenannten Niveau mangelt, weil Trash ist sonst als Zwischenhappen durchaus willkommen. Dennoch hat es irgendwie keinen Reiz jeden Abend mitzuverfolgen, welcher B-, C- oder M-Promi über wen ablästert oder wie viele für europäische Zungen ungewohnte Tiere verspeist. Zugegeben, ganz kann man sich der Dschungel-Euphorie nicht entziehen, aber für mehr als das übliche TV-Rauschen hat es einfach nicht gereicht. Warum? Eigentlich hat das Format ja alles, was das Sensations-Herz begehrt: Promis, Ekel-Prüfungen, Drama, Flirtgeschichten, Konflikte und vor allem Tratsch. Warum, ist schwer zu erklären, aber manchmal funkt es eben nicht.
Carina Pachner

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"Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" – Ganz ehrlich, wer kennt diesen Spruch nicht? Das Dschungelcamp geht an niemandem spurlos vorbei. Auch an mir nicht. Seit 2004 strahlt RTL die Reality-TV-Show einmal jährlich aus. Und immer noch ist es irgendwie interessant. Die Betonung liegt definitiv auf irgendwie. Weil eigentlich ist es ja egal, welcher B-Promi als nächster in Maden badet oder sich als erster im Camp nackt unter einen Wasserfall stellt. Und trotzdem, die Sendung sorgt für Gesprächsstoff. So manches peinliche Detail der Stars war vorher nicht bekannt und an manchen Teilnehmern entdeckt man plötzlich Sympathien, die vorher nicht da waren. Vielleicht ist es gerade diese menschliche Komponente, die eine Rechtfertigung für dieses TV-Trashformat liefert. Man darf einfach nicht alles so ernst nehmen. Es ist voll okay, beim Durchzappen beim Dschungelcamp hängenzubleiben. Ich für meinen Teil werde auch in diesem Jahr die eine oder andere Sendung mitverfolgen. Ob ich mich dafür schäme? Ob es mich zu einer ungebildeten Person macht? Nein, ich bin einfach nur menschlich.
Evelin Past

»Es mir zuwider, in die seelischen Abgründe von Menschen einzutauchen, die keine Peinlichkeit scheuen, um sich in den (medialen) Vordergrund zu spielen«

Gescheiterte Stars und solche, die es nicht einmal zu diesem Status geschafft haben, ziehen für bis zu zwei Wochen in den "Dschungel", um dort Tierpenisse zu essen, in Würmern zu baden und sich zwischenmenschliche Schlammschlachten zu liefern. Und wir schauen uns das an. Wobei ich mir erlaube, mich von dem generalisierten Wir auszuschließen. Welche Relevanz hat es für mich, ob Natascha Ochsenknecht einen Stern ergattert, indem sie in eine mit Spinnen gefüllte Wanne eintaucht, oder Jenny Frankhauser (Wer, bitteschön, ist das überhaupt?) die neue Dschungelkönigin wird? Die Antwort lautet: Genau keine! Darüber hinaus ist es mir zuwider, in die seelischen Abgründe von Menschen einzutauchen, die keine Peinlichkeit scheuen, um sich in den (medialen) Vordergrund zu spielen. Inszenierte Heulkrämpfe, voraussehbare Techtelmechtel, niveaulose Wortgefechte … danke, aber nein danke!
Klara Vakaj

Ich war ein Zuschauer – jetzt bin ich raus! Zu Anfangszeiten hab ich gerne Dschungelcamp geschaut. Die Moderatoren Zietlow und Bach führten pointiert durch ein Kuriositätenkabinett aus Z-Promis, Intrigen und Ekel, das gerade in seiner skurrilen Konstruiertheit selten langweilig wurde. Über ein Jahrzehnt später haben sich die Zeiten geändert: Dirk Bach ist tot, für die teilnehmenden "Promis" wäre ein vorangestelltes Z schon schmeichelhaft - und ich habe mich längst vom linearen Fernsehen verabschiedet. Was Staffel um Staffel für die Teilnehmer gilt, hätte auch dem Show-Format selbst gut getan: Man sollte dann aufhören, wenn es am besten ist.
Benjamin Brandtner

»Es war wie ein Autounfall«

Ich habe noch nie in meinem Leben Dschungelcamp (schreibt man das so?) gesehen. Blöderweise spielt Facebook Videos automatisch ab. Es war wie ein Autounfall. Ich wollte nicht hinsehen und konnte doch nicht weiter nach unten scrollen. Ich musste also zusehen, wie jemand einen Kamelpenis verspeiste. Dinge, die ich mich dabei gefragt habe: Warum macht jemand so etwas? Wer lässt sich so etwas einfallen? Warum schauen das Leute? Und wer sind all diese Promis? Blöderweise habe ich in der Redaktion von meiner Dschungelcamp-Jungfräulichkeit erzählt und wurde gleich zu einem DC-Fernsehabend eingeladen. Tja. Ich bin gespannt, was mich erwarten wird. Schließlich muss man ja offen sein für neue Dinge. Ich bin mir aber nicht sicher, ob das auch für das Verspeisen von Kamelpenissen gilt.
Tamara Sill

Als Society-Redakteurin komme ich am Dschungelcamp einfach nicht vorbei. Und ich will es ehrlich gesagt auch nicht. Zwei Wochen Trash-TV deluxe - was will man mehr? Zugegeben, die letztjährige Zusammenstellung (Hanka! Honey! Gina-Lisa!) gefiel mir deutlich besser, doch ich will auch den diesjährigen "Stars", von denen mir ganze vier an der Zahl gänzlich unbekannt sind, was für mich ein Novum darstellt, eine Chance geben. Ich freue mich heuer vor allem auf Natascha Ochsenknecht, Kattia Vides oder David Friedrich, lasse mich aber auch gerne von anderen überraschen. Ich mag am Dschungelcamp vor allem den Klatsch und Tratsch am Lagerfeuer. Wer versteht sich mit wem, wer zickt gegen wen? Die Dschungelprüfungen könnten dafür ruhig etwas straffer ausfallen.
Tanja Fischl

Gut, zugegeben, die Tatsache, dass ich keinen Fernsehanschluss habe und dass ich mich zur Beginnzeit (22.15 Uhr!) in der Regel schon Richtung Bett begebe, sind natürlich nur Ausreden. Denn beides ließe sich einfach (Online-Stream, Aufbleiben) umgehen, aber dennoch: Nein, ich schaue mir das nicht an, ich kann einem aufgesetzten Trash-TV wie es das Dschungelcamp par excellence ist, einfach nichts abgewinnen. Irgendwelche Leute, die man irgendwoher (woher eigentlich genau?) kennen sollte (oder auch nicht), die irgendetwas essen, was ich nicht einmal angreifen möchte, um mich dann davor zu ekeln, entbehrt sich mir jeglichen Verständnisses. Und ja, aufgrund des Hypes, den das Spektakel jedes Jahr in unserer Redaktion verursacht, habe ich mir schon einmal eine Folge angesehen. Fazit: Vergeblich. Dabei ist es nicht einmal so, dass ich eine absolute Abneigung gegenüber dem Format hege. Es tangiert mich schlichtweg nicht. Würde ich nicht berufsbedingt damit zu tun haben, ich wüsste wohl bis heute nicht einmal, dass es überhaupt existiert.
Nina Edler

Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!

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© MG RTL D / Stefan Menne Die Moderatorin Daniel Hartwich und Sonja Zietlow

Die Sendetermine

Für all jene, für die das Dschungelcamp ein Fixtermin ist, seien hier auch noch die Sendetermine erwähnt. RTL zeigt die Auftaktsendung am 19. Jänner ab 21.15 Uhr, von 20. Jänner bis 3. Februar startet die Sendung täglich um 22.15 Uhr. Die Sendezeit variiert - je nach der Fülle der Geschehnisse im Camp - zwischen einer und zwei Stunden. Das große Finale geht am Samstag, dem 3. Februar ab 22.15 Uhr über die Bühne. Am Sonntag, dem 4. Februar gibt es wie gewohnt "Das große Wiedersehen".

Alle Infos zu "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" im Special bei RTL.de

Im Video:
"Ich gewinne!" Kattia sieht sich als TV-Dschungel-Favoritin