Prinz Johan Friso von

Von Lawine verschüttet

Lech am Arlberg: Sohn von Königin Beatrix der Niederlande schwebt in Lebensgefahr

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    Zusammenhalt in schweren Zeiten: Prinz Frisos Mutter, Königin Beatrix, und seine Ehefrau Mabel bedanken sich für die große Anteilnahme. Der Prinz befindet sich unterdessen noch immer in einem Londoner Krankenhaus und liegt dort im Wachkoma.

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    "Auch im Namen unserer Familie möchten wir allen, die uns, in welcher Form auch immer, ihre Verbundenheit gezeigt haben, herzlich danken", schreiben Beatrix und Mabel in ihrem Dankesbrief.

Bei einem Lawinenabgang in Lech am Arlberg ist am frühen Freitagnachmittag ein Mitglied der niederländischen Königsfamilie verschüttet worden. Es handelte sich dabei um Prinz Johan Friso von Oranien-Nassau von Amsberg, den Sohn von Königin Beatrix. Der 43-Jährige wurde mit dem Rettungshubschrauber in die Universitätsklinik Innsbruck geflogen. Sein Zustand ist kritisch, er schwebt in Lebensgefahr.

Über den tatsächlichen Zustand des 43-Jährigen kann zunächst nur spekuliert werden. Erst in einigen Tagen sei es laut den behandelnden Ärzten möglich, eine Prognose abzugeben, sagte die in Lech weilende Sprecherin des niederländischen Königshauses, Marianne Wiltjer, der APA. Weitere Informationen lägen ihr derzeit nicht vor, sie wisse daher etwa auch nicht, ob der Prinz im Koma liege.

Lawinenpieps im Gepäck
Prinz Johan Friso war gemeinsam mit einem Begleiter gegen 12.15 Uhr in einen Hang im Bereich Litzen - Zugertobel eingefahren, als sich ein rund 30 Meter breites und rund 40 Meter langes Schneebrett löste und den Urlauber verschüttete. Zum Zeitpunkt des Unfalls herrschte in Lech am Arlberg Lawinenwarnstufe 4 - "groß" - auf der fünfteiligen Skala.

Der Verschüttete war nach Angaben der Gemeinde Lech für eine Fahrt im freien Skigelände vorbildlich ausgerüstet gewesen. Johan Friso trug laut den Bergrettern einen Lawinenpieps bei sich, weshalb er von der Rettungsmannschaft relativ rasch gefunden und geborgen werden konnte, so Pia Herbst, die Presseverantwortliche bei Lech-Zürs-Tourismus.

Nach 20 Minuten geborgen
Der Prinz, der einen Skihelm trug, war im freien Skiraum in Richtung Zugertobel gefahren. Die Fahrt in dem teilweise sehr steilen Gelände erfolgte auf eigene Verantwortung. Während der Prinz verschüttet wurde, konnte sich sein Begleiter dank eines Lawinenrucksackes retten und die Einsatzkräfte zu Hilfe rufen. Innerhalb von 20 Minuten wurde Johan Friso von den Rettern gefunden und nach der ärztlichen Notversorgung per Hubschrauber in die Klinik Innsbruck geflogen.

Königin Beatrix und Prinz Johan Frisos Frau Mabel befinden sich in Innsbruck bei dem Verletzten. Johan Frisos Bruder Prinz Willem-Alexander und seine Familie sind mittlerweile in Österreich gelandet und auf dem Weg in die Landeshauptstadt.


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