Prinz Johan Friso von

Besorgte Familie

Nach Lawinenunglück in Lech: Königin Beatrix besucht Sohn im Krankenhaus

  • Bild 1 von 42 © Bild: Getty Images/AFP

    Zusammenhalt in schweren Zeiten: Prinz Frisos Mutter, Königin Beatrix, und seine Ehefrau Mabel bedanken sich für die große Anteilnahme. Der Prinz befindet sich unterdessen noch immer in einem Londoner Krankenhaus und liegt dort im Wachkoma.

  • Bild 2 von 42 © Bild: koninklijkhuis.nl

    "Auch im Namen unserer Familie möchten wir allen, die uns, in welcher Form auch immer, ihre Verbundenheit gezeigt haben, herzlich danken", schreiben Beatrix und Mabel in ihrem Dankesbrief.

Die Schocknachricht ging um die Welt: Der niederländische Prinz Johan Friso wurde am Freitag in ein Lawinenunglück in Lech am Arlberg in Vorarlberg verwickelt. Er wurde schwer verletzt und befindet sich auch am Samstag noch in Lebensgefahr. Königin Beatrix und seine Frau Mabel besuchten den Verunglückten bereits im Krankenhaus. Sein Zustand sei stabil, hieß es.

Königin Beatrix und die Ehefrau des verunglückten Prinzen waren bereits Freitagabend zum ersten Mal nach Innsbruck gekommen. Am Samstag reisten sie neuerlich von Lech in die Tiroler Landeshauptstadt. Sie waren schwarz gekleidet und passierten die wartenden Journalisten, ohne ein Statement abzugeben. Die tiefe Betroffenheit war ihnen anzusehen. Etwa 30 Journalisten, Fotografen und sechs Kamerateams hatten auf die Mitglieder der königlichen Familie gewartet. Zuvor war der Eingangsbereich der Chirurgie abgesperrt worden. Der Konvoi bestand aus mehreren Fahrzeugen. Am Nachmittag fuhren die Verwandten des Unfallopfers wieder ab.

Kronprinz bittet um Ruhe
Weitere Mitglieder des Königshauses - Kronprinz Willem-Alexander und sein Bruder Constantijn mit ihren Familien - hielten sich am Samstagvormittag ebenfalls noch in Lech auf. Sie waren am Freitagabend auf dem kleinen Schweizer Flugplatz St. Gallen-Altenrhein angekommen und direkt zum Arlberg weitergefahren. Der Kronprinz dankte laut niederländischer Nachrichtenagentur ANP für die in der Öffentlichkeit erwiesene Anteilnahme an dem Geschehen und bat gleichzeitig um Wahrung der Privatsphäre der königlichen Familie.

Über die Verletzungen des Prinzen wurden de facto keine Angaben gemacht. Die niederländische Zeitung NRC berichtete am Samstag, er hätte jedenfalls keine Schädelbasisfraktur erlitten. Eine offizielle Bestätigung stand aus. Prinz Johan Friso war Freitagmittag beim Skifahren in Lech im Bereich Litzen in Richtung Zugertobel von einer Lawine verschüttet worden. Er lag etwa 20 Minuten unter dem Schnee, bevor er gefunden und reanimiert werden konnte. Der Verunglückte kam unmittelbar darauf per Notarzthubschrauber in die Universitätsklinik nach Innsbruck, wo er in der Intensivstation von Spezialisten betreut wurde.

Staatsanwalt ermittelt
Nach dem Lawinenunglück ermittelt nun die Staatsanwaltschaft Feldkirch wegen "fahrlässiger Körperverletzung unter besonders gefährlichen Umständen". Es handle sich vorerst um eine routinemäßige Untersuchung, wie sie nach jedem Unfall vorgenommen werde, erklärte die Sicherheitsdirektion Vorarlberg am Samstag auf APA-Anfrage. Die Staatsanwaltschaft habe noch am Freitag an Ort und Stelle mit ihren Erhebungen begonnen. Derzeit würden Fakten erhoben, es gebe auch keinen Beschuldigten.

Johann Friso war Freitagmittag mit einem 42-jährigen Einheimischen im freien Skiraum in den Hang eingefahren, in dem sich schließlich die Lawine löste. Wie bzw. von wem das Schneebrett ausgelöst wurde, war vorerst unklar. Zum Zeitpunkt des Unfalls herrschte in Lech Lawinenwarnstufe 4 - "groß" - auf der fünfteiligen Skala. Laut dem Lagebericht der Vorarlberger Landeswarnzentrale konnten Lawinen damit bereits durch geringe Zusatzbelastungen, etwa schon durch einzelne Wintersportler, ausgelöst werden.

Experte: "Der Prinz weiß genau, was er macht"
Michael Manhart, Geschäftsführer der Skilifte Lech, schätzte am Samstag den Hang, in dem sich das Lawinenunglück mit dem niederländischen Prinzen ereignete, als gefährlich ein. "Der Hang ist 'heiß', es ist eine kurze, steile Böschung", sagte er. Jemandem die Schuld für den Lawinenabgang zuzuweisen, "wäre völlig falsch", so Manhart. Die Entscheidung, im freien Skigelände in einen Hang einzufahren, liege bei jedem Einzelnen. "Der Prinz war so oft in Lech, der weiß genau, was er macht", meinte Manhart, der für einen großen Teil des gesicherten Lecher Skigebiets die Verantwortung trägt.

Kommentare

Der Staatsanwalt ermittelt Huuuuuuuu, da wird sich die Lawine aber fürchten.
Hallo!!! Lawinenwarnstufe 4, was glaubt der Prinz eigentlich. Zwar wünsch ich ihm alles Gute, er soll wieder total gesund werden, aber auch um ihn kümmert sich Mutter Natur nicht. Ich hoffe für seine Zukunft, dass er damit gelernt hat, dass auch er nur ein kleines Scheißerl auf dieser Erde ist.

Wer hat Schuld Na, wer schon : der PRINZ selber:!!!!!!!!!!!!!!!!

Schocknachricht% ein wahnsiinn ,wie konnte so etawas geschehn.der arme Prinz,selber schuld.wenn es tote gibt wird nicht so viel geschrieben.

Seite 1 von 1