Primera Division von

Nächster Rekord für Barca

Fast perfekte Hinrunde: 18 Siege und ein Remis in 19 Meisterschaftsspielen

FC Barcelona © Bild: Getty/Ramos

Besser geht's nicht! Der FC Barcelona hat das schier Unmögliche wahr gemacht und den eigenen Ligarekord unter dem früheren Erfolgstrainer Josep Guardiola gebrochen. Mit dem 3:1 bei Malaga schlossen Lionel Messi & Co die Hinrunde mit der besten Bilanz in der 84-jährigen Geschichte der spanischen Fußball-Liga ab. Die noch ungeschlagenen Katalanen gewannen 18 von 19 Spielen, spielten einmal Remis (2:2 gegen Real Madrid) und holten 55 von 57 möglichen Punkten.

Die bisherige Bestmarke, die "Barca" vor zwei Jahren mit Guardiola aufgestellt hatte, verbesserten sie um zwei Zähler. Nebenbei überboten die Blauroten eine weitere Leistung, die 70 Jahre lang Bestand hatte: Sie schossen in 37 Meisterschaftsspielen en suite jeweils wenigstens ein Tor. Den bisherigen Rekord von 36 Spielen in Serie hatte Barcelona in der Saison 1942/43 aufgestellt.

Sogar der Gegner klatscht Beifall

Das Team von Trainer Tito Vilanova glänzt jedoch nicht nur mit Zahlen und Statistiken. Die Partie bei Malaga, einer der stärksten Mannschaften der Liga, ließ die Herzen der Fußballfans höher schlagen. "Bei dem Spiel, was Barca aufzog, hätte ich am liebsten Beifall geklatscht", räumte Malagas Abwehrchef Martin Demichelis ein. Der Ex-Bayern-Profi kommandiert bei Malaga die beste Abwehr der Liga, bei den Treffern von Lionel Messi (27. Minute), Cesc Fabregas (50.) und Thiago (83.) waren der Argentinier und seine Nebenleute aber machtlos.

Spaniens Presse schwärmte in den höchsten Tönen von den Ballstafetten, die Messi, Xavi, Andres Iniesta und Sergio Busquets auf den Rasen zauberten. "In dieser Form gelangt Barca mit seiner Erfolgsserie bis in die Unendlichkeit und noch darüber hinaus", lobte das Sportblatt "Marca". Die Zeitung "El Periodico" sah im Spiel der Katalanen "Kunst in Reinform" und "El Mundo" gelangte zu der Erkenntnis: "Es gibt doch einen Fußball in Perfektion."

Unter Vilanova kein Einbruch

Dabei hatten zu Saisonbeginn die meisten Fußballexperten in Spanien erwartet, dass nach dem Weggang von Guardiola die große Zeit des Barca-Teams sich dem Ende zuneigen würde. Nun wurden sie eines Besseren belehrt: Vilanova übertrifft seinen Lehrmeister sogar noch.

Der Barcelona-Trainer war kurz vor dem Spiel in Malaga aus New York zurückgekehrt, wo er sich einer Untersuchung wegen seines Krebsleidens an der Ohrspeicheldrüse unterzogen hatte. "Der Fußball ist für mich keine Arbeit, sondern die beste Therapie", betonte Vilanova und warnte vor überzogenen Erwartungen: "Wir sind nicht unschlagbar. Es gibt viele Mannschaften, die es uns schwer machen können."

Zoff bei Real

Titelverteidiger Real Madrid liegt bereits 18 Punkte hinter Barca zurück und dürfte im Titelkampf kaum noch eine Rolle spielen. Für die Königlichen wird es in der Rückrunde vor allem darum gehen, sich einen Platz in der Spitzengruppe zu sichern und die Fans mit Erfolgen im Cup und in der Champions League versöhnlich zu stimmen. In der Presse ist immer wieder von Spannungen zwischen Trainer Jose Mourinho und den Spielern die Rede. Die Zeitung "El Pais" zitierte einen namentlich nicht genannten Spieler mit den Worten: "Wir konnten uns schon in der vorigen Saison nicht ausstehen, und jetzt noch weniger."

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