Primera Division von

Doppelpacks der Superstars

Beim 2:2 zwischen Real und Barcelona treffen und Messi und Ronaldo doppelt

Cristiano Ronaldo und Lionel Messi während des Clasico © Bild: Reuters/Gea

Lionel Messi und Cristiano Ronaldo haben in ihrem Zweikampf um Torjäger-Trophäen am Sonntagabend in der Primera Divisioneine Show geliefert. Mit je zwei Treffern drückten die zwei Superstars dem spanischen "Clasico" zwischen dem FC Barcelona und Real Madrid wieder einmal ihren Stempel auf. 2:2 endete das Duell zwischen Spitzenreiter Barca und Real bzw. Messi und Ronaldo. Madrids Coach Jose Mourinho war wie auch zahlreiche Beobachter beeindruckt: "Sie sind Spieler von einem anderen Planeten."

Der Portugiese schwärmte "von einem Spiel, das die ganze Welt unterhalten hat". Mit dem Resultat dürfte Mourinho angesichts eines furiosen Finishs der Katalanen samt eines Lattenschusses von Martin Montoya in der 89. Minute einigermaßen zufrieden gewesen sein. Nach dem ersten Liga-Vergleich der beiden spanischen Fußball-Giganten stehen für Real dennoch weiter acht Zähler Rückstand auf den Erzrivalen zu Buche. Der aktuell fünftplatzierte Meister muss in der großen Aufholjagd auf fremde Hilfe hoffen.

In Spanien war der Showdown zu einem direkten Duell zwischen Messi und Ronaldo um den Ballon d'Or hochstilisiert worden. Beide Protagonisten enttäuschten vor 98.000 Zuschauern im Camp Nou und Millionen vor den Bildschirmen nicht.

Real startet stark
Ronaldo brachte die deutlich besser in die Partie gestarteten Gäste mit einem Treffer ins kurze Eck (23.) voran. Der Weltfußballer glich kurz darauf per Abstauber (31.) aus und legte mit einem perfekt verwandelten Freistoß (61.) nach. "CR7" gelang nach einem Traumpass des zuletzt arg gescholtenen Deutschen Mesut Özil aber noch der Ausgleich (66.).

Nach sieben Meisterschaftsrunden hält das Duo wie Radamel Falcao von Atletico Madrid - Reals Stadtrivale hält nach einem 2:1 gegen Malaga wie Barca bei 19 Zählern - bei acht Saisontoren in La Liga. Nach seinem 22. "Clasico" ist Messi mittlerweile bei 17 Toren angelangt. Der Argentinier liegt in dieser Statistik nur noch knapp hinter Reals Legende Alfredo di Stefano (18). Ronaldo, der nun als erster Profi bei sechs Klassikern in Folge getroffen hat, hat in Summe zehn Treffer zu Buche stehen.

Messi zurückhaltend
Messi spielte den persönlichen Vergleich mit dem Portugiesen herunter. "Ich weiß nicht, ich spreche nicht gerne über persönliche Leistungen", sagte der 25-Jährige in für ihn typischer Manier. Trainer Tito Vilanova lobte seinen Star wie sein Vorgänger Pep Guardiola in den höchsten Tönen: "Ich denke, wir werden nie wieder einen Spieler seines Kalibers sehen. Er ist mit Abstand der Beste der Welt."

Diese Einschätzung teilen die Real-Verantwortlichen mit Sicherheit nicht. Mourinho meinte zunächst, dass die Wahl zum Weltfußballer "verboten gehöre" - um dann doch klare Präferenzen erkennen zu lassen. "Ich wünsche mit den Titel für einen meiner Spieler. Einen, der Meister in der besten Liga der Welt war", stellte der Startrainer klar.

Angst vor Ronaldo-Verletzung
Sorgen bereitete Mourinho der Verdacht auf eine Schulterverletzung seines Stars. Wie Real nach der Partie vermeldete, zog sich Ronaldo eine Blessur bei einem Schussversuch in der zweiten Spielhälfte zu. Eine Diagnose wurde noch vor der Abreise des Portugiesen zum Nationalteam erwartet.

Barcelona blieben indes die Verletzungsprobleme in der Abwehr treu. Rechtsverteidiger Dani Alves zog sich eine Muskelverletzung im linken Oberschenkel zu, der Brasilianer wird rund drei Wochen nicht zur Verfügung stehen. Alves war nach nicht einmal einer halben Stunde ausgetauscht worden. Dafür dürfte Spaniens Welt- und Europameister Gerard Pique nach der Länderspielpause wieder zur Verfügung stehen.

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