Primera Division von

Blamage für Real Madrid

0:0 bei Schlusslich Osasuna. Sogar der Vizemeistertitel ist schon in Gefahr.

Real-Madrid-Trainer Jose Mourinho in der Copa del Rey gegen Celta de Vigo © Bild: GEPA pictures/Cordon Press/Cuesta

Real Madrid hat sich in der Primera Division bis auf die Knochen blamiert: Bei Schlusslicht Osasuna kamen die "Königlichen" über ein 0:0 nicht hinaus. Der Meistertitel ist sowieso bereits in weite Ferne gerückt, mittlerweile droht Real aber sogar den zweiten Platz aus den Augen zu verlieren. "Ohne Cristiano Ronaldo ist das Real-Team eine kümmerliche Truppe", urteilte das Sportblatt "As" am Sonntag. Der Portugiese hatte im Baskenland aufgrund einer Sperre gefehlt.

Der Rückstand auf Tabellenführer FC Barcelona wurde dadurch zwar auf 15 Punkte verringert, die Katalanen haben allerdings am Sonntag zum Abschluss der 19. Runde die Chance, den Vorsprung auf den großen Rivalen mit einem Auswärtssieg gegen Malaga weiter auszubauen. Der Tabellenzweite Atletico Madrid kann mit einem Heimerfolg gegen Real Saragossa den Abstand zur Saisonhalbzeit auf den Dritten auf sieben Zähler vergrößern.

Real fehlte der gelbgesperrte Cristiano Ronaldo an allen Ecken und Enden, wirkliche Torgefahr strahlte die Truppe von Chefcoach Jose Mourinho nur selten aus. Besonders enttäuschend war die Darbietung von Kaka. Der ehemalige Weltfußballer handelte sich 17 Minuten nach seiner Einwechslung auf absurde Weise einen Ausschluss ein. Obwohl er bereits verwarnt war, hinderte der Brasilianer die Gastgeber an der Ausführung eines Freistoßes und erhielt die Gelb-Rote Karte.

Titelverteidigung ist vorbei
Die Rückrunde in der Primera Division hat noch nicht einmal begonnen, aber Real hat die Hoffnung auf die Titelverteidigung schon praktisch aufgegeben. In Pamplona gelang den Stürmern nur ein einziger Schuss auf das Tor von Osasuna - und das erst in der 93. Minute. "Ein Remis ohne Tore und ohne Fußball, das reine Nichts", beschrieb das Sportblatt "Marca" das Spiel. "Real ist zu einer Karikatur seiner selbst geworden."

Jose Mourinho verschlug es fast die Sprache. Der Star-Coach wirkte niedergeschlagen und hätte auf der Pressekonferenz nach dem Spiel am liebsten gar nichts gesagt. Als er nach dem großen Rückstand der Madrilenen auf Tabellenführer Barcelona gefragt wurde, beschränkte sich der Portugiese auf vage Andeutungen: "Ich möchte das nicht erklären. Das hängt mit den ersten Runden zu Saisonbeginn zusammen. Da sind Dinge geschehen, über die ich nicht sprechen möchte." Was er damit meinte, ließ Mourinho offen. Real hatte damals in vermeintlich leichten Spielen wichtige Punkte eingebüßt.

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