Premier League von

Mourinho trifft auf Villas-Boas

Chelsea trifft im Londoner Kracher auf Tottenham. Gemeinseam Trainer-Vergangenheit.

Chelsea-Trainer Jose Mourinho auf der Ersatzbank © Bild: 2013 AFP/Getty Images/Kirk

Der Schlager der 6. Runde in der englischen Fußball-Premier-League zwischen Tottenham und Chelsea birgt am Samstag ganz besondere Brisanz. Neben dem Kampf um die Tabellenführung steht im Londoner Derby vor allem das Duell der beiden Trainer im Mittelpunkt: Chelsea-Coach Jose Mourinho trifft auf seinen ehemaligen Zögling Andre Villas-Boas, der sich mittlerweile von seinem alten Lehrmeister emanzipiert hat.

Der 35-Jährige arbeitete mit Mourinho in dessen erster Zeit bei Chelsea sowie beim FC Porto und bei Inter Mailand zusammen, ehe sich 2009 die Wege trennten. "Ich wollte stärker in die Trainerarbeit involviert sein, aber er wollte das nicht", erzählte Villas-Boas.

Die dadurch entstandenen Differenzen mit seinem portugiesischen Landsmann blieben bis heute bestehen. "Früher hatten wir ein großartiges persönliches und berufliches Verhältnis, aber das ist vorbei. Es gibt gegenseitigen Respekt, doch ich würde nicht sagen, dass wir noch Freunde sind", meinte Villas-Boas.

Sein Club liegt derzeit nur aufgrund des schlechteren Torverhältnisses hinter Tabellenführer Arsenal, der in Swansea antritt. Der lediglich an achter Stelle rangierende Titelverteidiger Manchester United empfängt West Bromwich Albion, sein drittplatzierte Stadtrivale City bekommt es auswärts mit Aston Villa, dem Arbeitgeber von Andreas Weimann, zu tun. Dessen ÖFB-Kollege Marko Arnautovic spielt mit Stoke City am Sonntag vor eigenem Publikum gegen Norwich City.

"Unsterblicher" Wenger?
Arsenal-Coach Arsene Wenger hat ein Bekenntnis zu seinem Verein abgegeben. "Ich würde es lieben, für immer hierzubleiben. Das würde mich unsterblich machen. Ich liebe diesen Club", sagte der Coach des Premier-League-Tabellenführers am Freitag. Vorausgegangen war ein Statement von Clubbesitzer Stan Kroenke, in dem der Amerikaner keinen Zweifel daran gelassen hatte, langfristig mit Wenger zu planen. "Wir haben ihn immer unterstützt. Wir haben nie gezweifelt. Wir sind sehr stolz auf ihn. Er macht einen großartigen Job", sagte Kroenke.

Wenger trainiert die "Gunners" seit 17 Jahren. Nach dieser Saison läuft sein aktueller Dreijahresvertrag aus. Der 63-Jährige hatte zuletzt gesagt, dass er mit einer Entscheidung über seine Zukunft abwarten wolle, wie erfolgreich die Saison für die Londoner verlaufe. "Ich bin dem Club sehr dankbar, denn in den 17 Jahren hatten wir Höhen und Tiefen. Man hat mir aber immer vertraut. Ich habe viele andere Angebote abgelehnt, denn dieser Club ist speziell", meinte Wenger.

Kommentare