Premier League von

Stadtduell an der Spitze

Meister Manchester City empfängt Spitzenreiter United zum Kampf der Giganten

Manchester City gegen Manchester United © Bild: Getty/Regan

Das verfrühte Aus auf der internationalen Bühne könnte sich für Titelverteidiger Manchester City in Bezug auf die englische Premier League als Trumpf erweisen. Vor dem heutigen Schlagerduell mit Stadtrivale United sah das auch Trainer Roberto Mancini so: "Das kann uns helfen, die Liga zu gewinnen", erklärte der Italiener, dessen noch ungeschlagene Truppe derzeit drei Punkte Rückstand auf den Tabellenführer aufweist und darauf aus ist, die defensiven Schwachstellen des Konkurrenten auszunutzen.

United, das in der Champions League als Gruppensieger ins Achtelfinale aufstieg, hat in der laufenden Ligasaison bereits 21 Tore in 15 Spielen bekommen - und damit fast doppelt so viele wie City (11). Trainer Alex Ferguson geht denn auch trotz des Vorsprungs mit Vorsicht in die Partie. "Wenn wir so verteidigen wie in Reading (4:3-Sieg am vergangenen Wochenende, Anm.), dann werden wir Probleme bekommen", erklärte der Coach, der einen Einsatz des fast fitten Innenverteidigers Nemanja Vidic noch ausschloss.

Die Partie sei von außerordentlicher Bedeutung. "Wenn wir gewinnen, wird das eines unserer besten Resultate sein", meinte Ferguson, der auch einräumte, dass das Gipfeltreffen von Taktik geprägt sein könnte. "Wir müssen genau über unsere Aufstellungen nachdenken, und es kann gut sein, dass dabei auch die Sicherheitsaspekte eine Rolle spielen", sagte der 70-Jährige, verwies aber auf den unkalkulierbaren psychologischen Faktor: "Die Emotionen der Fans können leicht überkochen und die Spieler mitreißen, und dann ist die ganze Taktik dahin."

Das erste Zusammentreffen der beiden Clubs in der laufenden Saison ist das 164. Manchester-Derby. United hält bei 68 Siegen, City bei 45, 50 Mal gab es ein Unentschieden. Die beiden bisher letzten Duelle in der Liga entschied City mit 6:1 bzw. 1:0 für sich. Das 1:0 am 30. April dieses Jahres dürfte bei United-Fans traumatische Erinnerungen auslösen, kostete es letztlich doch den Titel.

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