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1:6-Debakel für ManU

Lokalrivale City führt englischen Meister in eigenem Stadion vor - Chelsea verliert

Premier League - 1:6-Debakel für ManU © Bild: Reuters

Das "Theatre of Dreams" ist für Manchester United zum "Theater der Alpträume" geworden. Der englische Fußball-Rekordmeister schlitterte im Derby gegen Tabellenführer Manchester City in ein historisches 1:6-(0:1)-Heimdebakel. Nachdem United zuvor 18 Monate lang - seit dem 1:2 am 3. April 2010 gegen Chelsea - kein Match vor eigenem Publikum verloren hatte, setzte es ausgerechnet gegen den Erzrivalen die höchste Heimniederlage der Vereinsgeschichte im Old-Trafford-Stadion.

Italiens exzentrischer Fußball-Star Mario Balotelli brachte die "Citizens" im Duell der beiden bisher ungeschlagenen Premier-League-Teams mit einem perfekten Schuss ins lange Eck (22.) in Führung. United wollte nach einer matten Vorstellung in der ersten Hälfte nach der Pause eigentlich den Umschwung erzwingen, doch es kam ganz anders. Verteidiger Jonny Evans flog nach einem Foul als letzter Mann in Minute 47 vom Platz, und danach spielte nur noch City.

Balotelli erhöhte nach erneuter Vorarbeit von Milner aus kurzer Distanz auf 2:0 (60.), Maradona-Schwiegersohn Sergio Agüero (69.) besorgte das 3:0. Darren Fletscher gelang zwar das 1:3 (81.), doch im Finish wurde es für United dann extrem bitter. "Joker" Edin Dzeko, der in Minute 70 für Balotelli gekommen war, erzielte im Finish zwei Treffer (89., 93.) und legte einen weiteren von David Silva (91.) auf.

Chelsea verliert
Chelsea hat danach eine überraschende Niederlage hinnehmen müssen. Der Vize-Meister, geschwächt durch zwei Ausschlüsse in der ersten Hälfte, verlor das West-Londoner Derby bei Aufsteiger Queens Park Rangers mit 0:1 (0:1) und verpasste den Anschluss an Spitzenreiter Manchester City. Chelsea hat als Dritter mit 19 Punkten nun sechs Zähler Rückstand.

Ein Foulelfmeter des Isländers Heidar Helguson (10.) reichte den Queens Park Rangers zum ersten Sieg in einem London-Derby seit 15 Jahren. Bei Chelsea sahen Jose Bosingwa (32.) und Didier Drogba (41.) die Rote Karte.