Premier Gruevski hat Grund zur Freude: VMRO-DPMNE festigt Position im Parlament

Ebenso die "Demokratische Partei der Albaner" Ergebnis könnte sich durch Wahlwiederholung ändern

Premier Gruevski hat Grund zur Freude: VMRO-DPMNE festigt Position im Parlament © Bild: Reuters/Teofilovski

Der mazedonische Premier Nikola Gruevski, der Vorsitzende der regierenden VMRO-DPMNE, hatte am Sonntag guten Grund zur Freude. Die Partei des nationalkonservativen Premiers mit dem komplizierten Namen - Innere Mazedonische Revolutionsorganisation-Demokratische Partei für die Nationale Einheit Mazedoniens - hat den ersten offiziellen Wahlergebnissen nach erneut einen Wahlsieg verbucht und ihre Position im Parlament weiter gefestigt.

Ob die VMRO-DPMNE künftig tatsächlich mehr als 60 der 120 Mandate haben wird, war zunächst noch unklar. Der wichtigste Gegner, der Sozialdemokratische Bund (SDSM) von Radmila Sekerinska, landete wie erwartet auf dem zweiten Rang allerdings beträchtlich hinter dem Wahlsieger.

Der im August 1970 in der Hauptstadt Skopje geborene Gruevski wird seine Erfolgskarriere allem Anschein nach fortsetzen. Der Diplomökonom hatte sie im Dezember 1999 als Finanzminister in der Regierung des damaligen VMRO-DPMNE-Chefs Ljubco Georgievski gestartet. Seit 2003 steht Gruevski an der Spitze der Partei. Im August 2006 wurde er zum ersten Mal im Amt des Premiers bestätigt.

Im Wahlkampf setzte der Premier Wirtschaftsfragen in den Vordergrund. In der Frage des langjährigen Namensstreits mit Griechenland will Gruevski seine Landsleute bei einem Referendum mitentscheiden lassen.

Demokratische Partei der Albaner
Auch der Junior-Partner des Premiers, die Demokratische Partei der Albaner (DPA) von Menduh Thaci, sieht sich durch die vorgezogene Parlamentswahl erstarkt. Laut offiziellen Wahlergebnissen steht die Partei zum ersten Mal in Führung vor dem Rivalen, der oppositionellen Demokratischen Integrationsunion (DUI) von Ali Ahmeti. Es bleibt abzuwarten, ob sich die Wahlergebnisse durch eine eventuelle Wahlwiederholung in jenen Wahllokalen, in welchen es Unregelmäßigkeiten gegeben hat, verändern werden. Denn gerade in der Region von Tetovo und Gostivar, wo die zwei Parteien am stärksten vertreten sind, wurde am heutigen Sonntag über zahlreiche Probleme berichtet.

(apa/red)