Prekäre Arbeit von

Abfallberater halten Löhne für Mist

Mitarbeiter der Wiener Abfallberatung, einer Teilorganisation der MA48, starten Proteste

Prekäre Arbeit - Abfallberater halten Löhne für Mist © Bild: APA/Fohrinegr

Bei der Wiener Abfallberatung, einer Teilorganisation der MA48 bahnt sich ein Arbeitskonflikt an. Mitarbeiter haben Protestmaßnahmen ergriffen und fordern fairere Arbeitsbedingungen.

Die Wiener Abfallberatung betreut das so genannte Misttelefon, betreibt Aufklärungsarbeit, leistet Unterstützung bei der Öffentlichkeitsarbeit und nimmt noch zahlreiche andere Aufgaben wahr. Die mittels Gewerbeschein beschäftigten Mitarbeiter der Abfallberatung sind mit ihren Arbeitsbedingungen allerdings nicht zufrieden und fordern eine Änderung. Um das zu erreichen haben sie Protestmaßnahmen ergriffen.

Eine Initiative von Mitarbeitern der Wiener Abfallberatung fordert höhere Löhne. Sie sehen sich als Hauptschnittstelle zwischen den Bürgern und der für Abfallentsorgung zuständigen MA48. Allerdings kommen sie ihrer Tätigkeit mittels eines Gewerbescheins nach, obwohl sie sich voll in die Strukturen ihres Arbeitgebers eingebunden fühlen.
Ihrer Meinung nach versucht ihre Dienstgeber damit ein Angestelltenverhältnis zu umgehen und sie in ein prekäres Arbeitsverhältnis zu zwingen. Da die Mitarbeiter auf Basis eines Gewerbescheins für die MA48 arbeiten, müssen sie jährlich einen neuen Werkvertrag abschließen.

Im Juli laufen die aktuellen Werkverträge nun aus und es gäbe weiterhin keine verbindliche Anstellungszusage. Außerdem befürchten sie eine weitere Verschlechterung ihrer Arbeitsbedingungen.
Aus ihrer Sicht stehen sie damit vor einer existenzbedrohenden Situation und appellieren an die zuständige Wiener Umweltstadträtin Sima, fairere Dienstverhältnisse zu schaffen. Zu diesem Zweck haben sie eine Online-Petition gestartet und auch auf Facebook eine Protestseite gestartet. Der Ausgang des Arbeitskonfliktes ist zurzeit noch nicht absehbar.