Prammer gegen "Knock-Out-Prüfungen": Ministerin Karl für Zugangsbeschränkungen

Nationalratspräsidentin gegen "Studentenvertreibung" Studiengebühren erst nach der Reform diskutierbar

Prammer gegen "Knock-Out-Prüfungen": Ministerin Karl für Zugangsbeschränkungen © Bild: APA/Schlager

Nationalratspräsidentin Barbara Prammer lehnt "Knock-Out-Prüfungen" für Studierende ab. Diese seien für sie "nicht vorstellbar", sagte sie bei einer Pressekonferenz, angesprochen auf den Entwurf von Wissenschaftsministerin Beatrix Karl für Zugangsbeschränkungen in überlaufenen Fächern. Derzeit werde "Studierendenvertreibung" betrieben, kritisierte Prammer. Nötig seien aber mehr Studienplätze und nicht weniger.

Alle modernen Staaten würden in die Bildung investieren, also müsse auch in Österreich "eine andere Lösung her". Sowohl eine Reform der Universitäten als auch des Stipendiensystems seien dringend geboten, um für die Studierenden bestmögliche Bedingungen zu schaffen. Erst "am Ende der Fahnenstange", wenn dieser "große Brocken" bewältigt ist, könnte man dann über Studiengebühren diskutieren, bekräftigte Prammer. Differenzen in der SPÖ sieht sie da nicht: Auch die Salzburger Landeshauptfrau Gabi Burgstaller meine dasselbe wie sie oder Bundeskanzler Werner Faymann.

Unter den derzeitigen Bedingungen - an den Universitäten selbst, aber auch, weil viele nebenbei arbeiten müssten - sei es für Studenten meist nicht möglich, ihr Studium in der kürzesten Zeit abzuschließen, meinte Prammer - auch im Zusammenhang mit der im Sparpaket enthaltenen Kürzung der Familienbeihilfe. Und für viele Familien sei es ein Problem, den Kindern - vor allem wenn es mehrere sind - ein Studium zu ermöglichen.

Also müsse 2011 "das Bildungsjahr" werden, in dem "bessere Lösungen" für die Universitäten und auch die Schulen ausverhandelt werden. Für das Budget 2012 müssten klare Schwerpunkte gesetzt werden, "mit der Bildung ganz oben". Mit dem Budget 2011 ist Prammer - "bei allen Schmerzen" - dennoch "ein Stück weit zufrieden", denn die Kürzungen seien "trotz allem moderat".

(apa/red)

Kommentare

Typisch SPÖ: Immer schön nach unten nivellieren!

christian95 melden

Warum weiß das Faymann und die gesamte SPÖ Bundesregierung nicht? Erst Frau Prammer muss ihnen sagen was sie zu tun haben????

RobOtter
RobOtter melden

Re: Warum weiß das Faymann und die gesamte SPÖ Bundesregierung nicht? @ Christian
Fr. Prammer könnte auch sagen dass alle sch....en gehen können. Welchen tollen Vorschlag hat Fr. Prammer jetzt gemacht? Wem hat sie damit geholfen?

christian95 melden

Re: Warum weiß das Faymann und die gesamte SPÖ Bundesregierung nicht? Ankündigungen hörten wir schon genug!
Wann ENDLICH liefert die Regierung "Taten"?

Seite 1 von 1