Präventiver Pieks - so funktioniert Impfen:
Regt den Körper an, sich selbst zu schützten

Immunsystem des Körpers "erinnert" sich an Viren Infektionen werden in der Folge schneller bekämpft

Präventiver Pieks - so funktioniert Impfen:
Regt den Körper an, sich selbst zu schützten © Bild: DPA/Hilden

Impfungen sollen den Körper dazu animieren, sich selbst möglichst dauerhaft vor bestimmten Krankheiten zu schützen. Impfstoffe versorgen dabei das Immunsystem mit Kopien eines Virus, das das Immunsystem als "fremd" erkennt.

Sobald ein Virus vom Immunsystem erkannt wird, bilden die weißen Blutkörperchen, sogenannte B-Lymphozyten, ein Protein, das man als Antikörper bezeichnet und das sich an dieses Virus anhängt. Viele Kopien dieses Antikörpers werden erzeugt und wenn eine echte Infektion mit derselben Krankheit erfolgt, werden noch mehr Antikörper gebildet, die, indem sie sich an ihre Ziele anhängen, die Aktivität des Virus oder Bakterienstamms direkt blockieren können und damit die Infektion bekämpfen.

"Erinnerung" sorgt für Immunität
Immunsysteme können sich "erinnern". Sobald sie mit einem bestimmten Bakterium oder Virus konfrontiert werden, erlangen sie jahre-, jahrzehnte- oder sogar lebenslange Immunität dagegen und können eine spätere Infektion schnell bekämpfen.

Krankheiten ausrotten
Ist ein großer Teil der Bevölkerung geimpft, kann dadurch die gesamte Bevölkerung geschützt werden, weil sich die Krankheit langsamer ausbreitet. Dies ist als "Herdeneffekt" bekannt und trägt zur Eindämmung der Krankheit bei. Regierungen und führende Organisationen, wie etwa die World Health Organisation (WHO), setzen diese Strategie mit umfassenden Impfkampagnen um, damit endemisch auftretende Krankheiten eingegrenzt oder ausgerottet werden können. Impfungen bieten somit bei vielen Krankheitsarten bedeutende präventive Vorteile, die ihnen eine hervorragende Stellung in der Geschichte der Medizin gesichert haben. (apa/red)