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Präsidentschaftswahl:
Kandidiert Richard Lugner?

Baumeister überlegt noch, würde aber für "mehr Glamour" in der Hofburg sorgen

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Kandidiert Richard Lugner? © Bild: APA/HERBERT NEUBAUER

Baumeister Richard Lugner schließt ein Antreten bei der Wahl zum Bundespräsidenten nicht mehr kategorisch aus. Es ärgere ihn etwa, dass "nur mehr über Flüchtlinge" geredet wird, aber es "keine Ziele und keine großen Visionen" mehr für den Staat Österreich gebe. "Es geht nur mehr um Parteiinteressen", kritisierte Lugner am Rande seiner Opernball-Stargast-Pressekonferenz.

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Da man als österreichischer Bundespräsident nicht unbedingt sehr mächtig sei, würde Lugner zumindest für "mehr Glamour" in der Hofburg sorgen. Als ersten Staatsgast könnte er sich etwa Hillary Clinton vorstellen.

Der Baumeister würde sich auch als Alternative zu den bisherigen Kandidaten sehen, die in ihrem Leben nur "staatliche Positionen" besetzt hätten. "Ich habe keinen gut bezahlten staatlichen Posten. Ich bin Unternehmer, habe 60 Millionen Euro Steuern gezahlt und Arbeitsplätze geschaffen", unterstrich der Baumeister.

Idee zur Kandidatur stammt vom "Spatzi"

Die Idee zur etwaigen Kandidatur stammt übrigens von seiner neuen Ehefrau Cathy Lugner alias "Spatzi". "Ich weiß aber noch nicht, ob ich das tatsächlich mache", meinte der Baumeister. Zudem könnte er nicht einmal mit der Stimme seiner Frau rechnen: Als deutsche Staatsbürgerin darf sie an der Wahl nicht teilnehmen.

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Ein Antreten wäre nicht der erste Ausflug der Baumeisters in die Politik. Bereits 1998 kandidierte er bei der Bundespräsidenten-Wahl und erhielt immerhin 9,9 Prozent der Stimmen. Bei der Nationalratswahl 1999 erreichte er mit seiner Bewegung "Die Unabhängigen" hingegen nur mehr 1,02 Prozent.

Strache nimmt sich aus dem Spiel

FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache hat sich indessen für die Bundespräsidenten-Wahl aus dem Spiel genommen. Er strebe nach wie vor das Bundeskanzler-Amt an, sagte er am Mittwoch bei einer Pressekonferenz. Wen die Freiheitlichen für das oberste Amt im Staat nominieren wollen, ließ Strache weiter offen. "Wir haben keinen Zeitdruck", sagte er dazu. Mögliche Kandidaten gebe es einige, stellte er in Aussicht.

"Ich wäre sicherlich ein guter Bundespräsident, aber sicher ein besserer Bundeskanzler", antwortete der FPÖ-Obmann auf die Frage, ob er vielleicht selbst Kandidat für die Hofburg werden könnte. Noch stehe nicht einmal fest, ob die Freiheitlichen einen Kandidaten nominieren werden: "Wüssten wir es, würden wir heute ein Ergebnis präsentieren." Zeit habe man jedenfalls genug, Strache stellte eine Entscheidung für Mitte Februar in Aussicht. Zunächst gelte es einmal zu bewerten, zu beurteilen und potenzielle Kandidaten eventuell zu einem Hearing einzuladen.

Eher abgeneigt zeigte sich Strache zu den bereits fixen Bewerbern. Es handle sich bei allen durchaus um "Kompromisse" aber eher nicht um den "Optimalzustand" für die Freiheitlichen. Zudem verfüge man selbst über genug Personalreserven. "Es gibt einige verdienstvolle Persönlichkeiten, die dafür infrage kommen", betonte der FPÖ-Chef und nannte Namen, mit denen bereits öffentlich spekuliert worden war, wie Volksanwalt Peter Fichtenbauer und abermals Rechnungshofpräsident Josef Moser. Der blaue Dritte Nationalratspräsident Norbert Hofer habe sich ja bereits eher abgeneigt geäußert.

"Millionenshow"-Gewinnerin will antreten

Die Riege der potenziellen Kandidaten wird indes immer bunter, denn auch die einstige "Millionenshow"-Gewinnerin und Autorin El Awadalla will antreten, wie die "Tiroler Tageszeitung" berichtete: als "links sozialisiert", aber parteifrei möchte sie ihre Kampagne per Crowdfunding finanzieren.

Kommentare

Rigi999 melden

Wir haben ja Fasching!!! Gibt's noch dümmere Meldungen??

parteilos melden

ja, Polizist wird Chef vom Verteidigungsministerium :)

giuseppeverdi melden

Damit es wenigstens bei seinen Auftritten wieder lustig wird: Bitte Herr Lugner treten Sie an! Sie machen das wenigstens auf ihre Kosten. Die Parteien behaupten nämlich, dass sie für diese Wahl keine Rückvergütung erhalten vergessen aber, dass wir dieses Theater mit der weit überhöhten Parteienförderung längst bezahlt haben

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