Präsidentenwahl im Libanon schon wieder verschoben: Nächster Termin - 11. Februar

Beirut: Vermittlungsgespräche zwischen Parteien Nachfolger von Lahoud seit September 2007 unklar

Im Libanon ist die Wahl eines neuen Staatschefs durch das Parlament in Beirut erneut - und damit schon zum 13. Mal - verschoben worden. Parlamentspräsident Nabih Berri verlegte die für heute geplante Sitzung zur Wahl eines Nachfolgers des im November 2007 abgetretenen pro-syrischen Präsidenten Émile Lahoud auf den 11. Februar.

Der Generalsekretär der Arabischen Liga, die sich um eine Einigung zwischen anti- und pro-syrischen Kräften im Libanon bemüht, berichtete nach Gesprächen in Beirut und Damaskus von Schwierigkeiten. "Die Türen sind derzeit geschlossen, aber wir werden versuchen sie zu öffnen", sagte Amr Moussa in Beirut.

Drei-Punkte-Plan der Liga
Ein Drei-Punkte-Plan der Liga sieht die Wahl von Armeekommandant General Michel Sleimane zum Präsidenten vor. Außerdem soll eine Regierung der nationalen Einheit gebildet werden. Dritter Punkt ist die Verabschiedung eines neuen Wahlgesetzes. Die von Syrien und dem Iran unterstützte Hisbollah fordert aber zusätzlich so viele Posten in einer neuen Regierung, dass sie Entscheidungen blockieren könnte.

Die pro-syrische Opposition und die westlich orientierte Regierung verhandeln seit Wochen über ein Ende der Staatskrise. Ursprünglich sollte das Parlament schon im September einen Nachfolger für Präsident Lahoud wählen. Dessen Amtszeit endete am 24. November, seitdem hat das Land kein Staatsoberhaupt mehr.

(apa/red)