Präsident Heinz Fischer wählt im 19. Bezirk:
Ruft noch einmal alle zum Urnengang auf

"Wahlen sind einfach die wichtigste Weichenstellung" Der Präsident brauchte 30 Sekunden für's Kreuzerl

© Bild: APA/Pessenberger

Zeit gelassen hat sich Bundespräsident Heinz Fischer mit seiner Stimmabgabe für die Nationalratswahl. Erst um 12.30 Uhr spazierte er mit seiner Frau Margit in sein Wahllokal in Wien Josefstadt. Der Präsident vergaß auch diesmal nicht, an die Wichtigkeit des Urnengangs zu erinnern: "In der Demokratie sind Wahlen einfach die wichtigste Weichenstellung", sagte er nach der Stimmabgabe zu den wartenden Journalisten.

Exakt 30 Sekunden brauchte Fischer, um sein Kreuzerl in der Wahlkabine zu machen. Mahnende Worte auch an die zahlreichen Fotografen und Kameraleute, für die er beim Einwurf in die Wahlurne possieren musste: "Habt's Ihr schon gewählt, eigentlich?" Beim Einwurf, der sich aufgrund des Possierens vor den Kameras etwas verzögerte, meinte er außerdem: "So geht's mir." Fischer erledigte den Urnengang rasch, beim Hinausgehen gab es noch Shake-hands mit einigen anderen Wählern aus seinem Bezirk.

Aufgehalten wurde Fischer auch von einigen ungewöhnlichen Fans, Mitarbeiter der Magistratsabteilung 62: "Wir wollen Sie herzlichst begrüßen", freuten sich diese auf den regelmäßigen Wahlgast. Nachsatz: "2010 werden wir Sie wieder wählen."

Fischer betonte, dass auch für ihn Wahlen längst nicht zur Routine geworden sind. "Ein großer Schauspieler wird immer gespannt sein, wenn er eine wichtige Rolle übernimmt. Auch ein Journalist wird immer gespannt sein, wenn er auf die Neuaufmachung seiner Zeitung wartet."

Nach der Wahl ging es für das Ehepaar Fischer zum Mittagessen. Gegen 16 Uhr will der Präsident schließlich in sein Büro in die Hofburg gehen, dort Mitarbeiter treffen und sich die Hochrechnung anschauen. Fischer war vor dem Urnengang aus seiner Sommerresidenz in Mürzsteg angereist, was auch den späten Zeitpunkt erklärt. (apa/red)