Präsident Ahmadinejad droht Iran- Angreifern: "Schlagen jedem die Hand ab"

Bezeichnete Streitkräfte als Kraft des Friedens Armee hat eine "defensive, keine offensive Mission"

Präsident Mahmoud Ahmadinejad hat den Gegnern des Iran mit der Schlagkraft seiner Armee gedroht. Die Streitkräfte würden jedem Angreifer die Hand abschlagen, erklärte der Staatschef in einer Ansprache aus Anlass der jährlichen Militärparade am Grab des Gründers der Islamischen Republik, Ayatollah Ruhollah Khomeini.

"Die Armee steht in voller Einsatzbereitschaft, um ihre Verantwortung zu erfüllen", sagte Ahmadinejad. Zugleich bezeichnete er die Streitkräfte als eine Kraft des Friedens und der Sicherheit für die gesamte Region.

Die iranische Armee habe "eine defensive und keine offensive Mission". Die Armee und die militärischen Kräfte müssten jeden Tag "mehr bereit sein als früher". Das iranische Volk reiche "allen Völkern die Hand in Freundschaft", fügte Ahmadinejad hinzu. "Wir wollen freundschaftliche und gerechte Beziehungen zu allen Völkern - außer zum zionistischen Regime."

Über dem Podium, auf dem Ahmadinejad seine Rede hielt, prangte ein Schriftzug mit den Worten: "Eine friedliche Atomtechnik ist ein fundamentales und grundlegendes Recht unseres Landes".

Führende US-Militärs hatten kürzlich einen Angriff gegen den Iran zum gegenwärtigen Zeitpunkt ausgeschlossen. Washington setzt derzeit auf Verhandlungen zur Beilegung des Streits über das iranische Atomprogramm.

Ahmadinejad sagte in seiner Rede: "Sie dachten, dass wir wegen der Strafmaßnahmen bei Waffenkäufen gelähmt sein würden. Aber es ist uns gelungen alles zu produzieren, was wir an Rüstung benötigen".

Der Iran steht im Verdacht, unter dem Deckmantel seines zivilen Nuklearprogramms an Atomwaffen zu arbeiten. Um die Islamische Republik zu einer vollständigen Offenlegung ihrer Anlagen zu zwingen, hat der UN-Sicherheitsrat vor kurzem seine Sanktionen gegen die Regierung in Teheran verschärft.

(apa/red)