Menschen von

E-Rolli-Fußball:
Weil jeder kicken kann

Fußball trotz körperlicher Behinderung - Dank dieser neuen Sportart kein Problem

Powerchair-Football © Bild: JUAN MABROMATA/AFP/Getty Images

Es muss nicht immer Champions League sein. Fußball ist viel mehr. Selbst Menschen mit körperlicher Behinderung können dem runden Leder nachjagen. Dass sich E-Rolli-Fußball gar nicht so sehr von seinem Original unterscheidet, beweist ein Blick auf die junge Sportart.

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Gezielt nähert sich Iljas dem Ball, blickt sich kurz um und lässt dann aus der Drehung einen satten Schuss los. Eine klassische Szene eines Fußballspiels, möchte man meinen. Doch einiges ist anders: Der Ball ist etwa doppelt so groß wie üblich, der Schütze nähert sich dem Spielgerät rückwärts und gekickt wird nicht mit dem Fuß sondern mittels Metallverstrebungen. Denn Iljas sitzt im Rollstuhl.

E-Rolli-Fußball
© Sergiu Borcuta Iljas führt den Ball Richtung Tor

Der 23-Jährige ist ein Teil des ERFÖ, des E-Rolli-Fußball-Teams Österreichs und trainiert gerade mit seinen Kollegen in der Hans-Radl-Schule in Wien. Statt grünen Rasens und voller Tribünen dient den Spielern die Turnhalle im 18. Wiener Gemeindebezirk als Kulisse. Statt Stutzen und modernster Stollenschuhe gibt es eben mit Gittern verkleidete Rollstühle. Aber auch das ist Fußball. "Der Sport ist in Österreich noch sehr jung", erklärt Iljas Trainer Leo Vasile im Gespräch mit News.at, ehe er die nächste Übung vorbereitet. "In Frankreich sind sie schon viel weiter."