Postgeneral Wais über Strategiewechsel:
"Besseres Service mit privaten Partnern"

NEWS-Interview über bewölkte Zukunftsaussichten General Wais zieht Franchisesysteme in Betracht

Postgeneral Wais über Strategiewechsel:
"Besseres Service mit privaten Partnern" © Bild: APA/Fohringer

Tausende Jobs wackeln, Postämter stehen vor der Schließung. NEWS traf sich daher mit Postgeneral Anton Wais und redete über große Strategiewechsel und Franchisesysteme als Ausweg aus der Krise.

NEWS: Die Post ist wegen geplanten Stellenabbaus und Postamtsschließungen in den Schlagzeilen. Wie viele Ämter wollen Sie zusperren?

Anton Wais: Es gibt keine Schließungswelle. In Ortschaften, wo unsere Postämter defizitär sind, wollen wir von eigenen Filialen auf das Franchisesystem Postpartner wechseln. Wir können meist unter mehreren potenziellen Partnern wählen.

NEWS: Wie viele Postämter werden durch Postpartner ersetzt?
Wais: So viele wie möglich. Wir wollen Postämter 1:1 mit Postpartnern austauschen.

NEWS: Sind Standorte garantiert?

Wais: Wir geben eine Servicegarantie. Eine Ortschaft hat heute ein bestimmtes Service mit Postleistungen. Dieser Leistungsumfang bleibt zumindest erhalten oder wird erweitert.

NEWS: Wie viele Orte müssen ohne Postamt auskommen?

Wais: Die Service- und Versorgungsgarantie gilt. Wenn es kein Amt und keinen Postpartner gibt, haben wir Landzusteller. Diese nehmen auch Pakete und Geld für PSK-Kontoeinzahlungen entgegen. Es gibt schon 5.000 Landzusteller, die ihre Kunden zum Großteil persönlich gut kennen.

NEWS: Wenn eine Gemeinde unbedingt ein Postamt haben will?
Wais: Jede dieser Gemeinden kann Postpartner werden und einen Postschalter am Gemeindeamt eröffnen oder die Kosten des Postamtes übernehmen.

NEWS: Wie sieht es mit der drohenden Kündigungswelle für bis zu 9.000 Postler aus?

Wais: Es gibt keine Kündigungswelle. Wir haben einen mit der Gewerkschaft ausverhandelten, existenten Sozialplan bis Ende 2009. Als Abfertigung bieten wir 36 bis 45 Monatsgehälter.

Lesen Sie das ganze Interview im NEWS 47/08!