Positive Erinnerungen an Valencia: "Bullen"
Linke & Zickler holten CL-Sieg gegen Spanier

Linke vor Match: "Normal haben wir keine Chance" Zickler: "Eine Riesengeschichte für Spieler und Fans"

Valencia CF - für Thomas Linke (36) und Alexander Zickler (32) ist der spanische Fußball-Topklub kein Verein wie jeder andere. Die beiden nunmehrigen Red-Bull-Salzburg-Legionäre haben am 23. Mai 2001 mit dem FC Bayern München im Finale gegen Valencia die Champions League gewonnen. Beim 5:4-Triumph im Elferkrimi von Mailand bewiesen beide Nerven aus Stahl und trafen zum 2:2 (Zickler) und 5:4 (Linke). Nun kommt es heute zum Wiedersehen.

"Normalerweise haben wir gegen Valencia keine Chance. So realistisch muss man sein. Unsere Chance besteht aber darin, dass Valencia noch nicht Meisterschaft spielt", meinte Linke zur Chancenverteilung. Sein langjähriger Weggefährte Zickler fügte hinzu: "Für die Spieler, die Fans und den gesamten Verein ist Valencia ein ganz besonderes Erlebnis, eine Riesengeschichte. Wir können uns auf der internationalen Bühne des Fußballs präsentieren. Wir brauchen eine gute Ausgangsposition, wieso sollte dann keine Überraschung möglich sein?"

Linke und Zickler überwanden 2001 im Meazza-Stadion gegen Valencia die legendäre Champions-League-Final-Pleite vom 26. Mai 1999. Zwei Jahre vor dem Valencia-Spiel hatten die Bayern (u.a. auch mit dem nunmehrigen Salzburg-Trainer Lothar Matthäus) nämlich in Barcelona gegen Manchester United lange Zeit 1:0 geführt, ehe den Engländern dann in der Nachspielzeit ein Doppelschlag gelang.

"Nach dem Sieg gegen Valencia brachen bei uns alle Dämme. Denn damit konnten wir endlich das Trauma vergessen machen. Diese Niederlage war zwei Jahre lang permanent in unseren Köpfen drinnen", erinnert sich Linke, der 1997 mit Schalke ebenfalls in Mailand den UEFA-Cup gegen Inter Mailand gewonnen hatte. "Deswegen hatte ich vor dem Finale ein absolut sicheres Gefühl, dass wir gewinnen werden. Mailand war für mich einfach ein guter Boden."

Vor seinem letztendlich entscheidenden Elfer zum 5:4 - danach parierte Kahn gegen Pellegrino - hatte Linke das absolute Selbstvertrauen: "Ich war zu 1.000 Prozent sicher, dass ich treffe." Auch Zickler meinte: "Auch ich war mir vor meinem Elfer ganz sicher. Dieser Sieg war das Größte in meiner Karriere. Denn normal bekommt man nach so einer tragischen Niederlage wie gegen ManU in Barcelona nicht so schnell wieder eine Chance."

(apa)