"Positive Erfahrungen": FPÖ-Klement will Uniformen an Österreichs Pflichtschulen!

"Weniger Kosten, keine Ausgrenzung von Ärmeren" Gesetzesinitiative wäre "überlegenswerter Ansatz"<br>MITSTIMMEN: Was halten Sie vom FPÖ-Vorstoß?

Mit einem ungewöhnlichen Vorschlag wartete der Kärntner FPÖ-Landeschef und Neo-Abgeordnete Karlheinz Klement auf: Er möchte an Österreichs Pflichtschulen Uniformen einführen. "Die Schweizer geben uns mit ihrem Vorstoß in Sachen Schuluniform wieder einmal ein überlegenswertes Vorbild", meinte er und verwies darauf, dass die Vorteile die Nachteile bei weitem überwiegen würden.

Schuluniformen bewirkten laut Klement weniger Kosten für gestresste Eltern, keine Ausgrenzung von Ärmeren, keinen Konsumzwang beziehungsweise mehr Zusammenhalt und Gleichheit der Schüler, konstatierte der FPÖ-Mandatar. Die Zustände an österreichischen Schulen zeigten immer wieder, wie groß der Druck auf Kinder und Eltern sei, die sich nicht die teuerste und modischste Kleidung leisten können. Das führe zu Spott unter Kindern bis hin zur Ausgrenzung ganzer Gruppen. Auch die Folgen in Bezug auf die weitere persönliche Entwicklung der Kinder seien zu bedenken.

FP-Zechmann ebenfalls dafür
Ins gleiche Horn stößt auch der ehemalige Kärntner Landesschulratspräsident und stellvertretende FPÖ-Landesobmann Heiner Zechmann. Durch die Einführung von Schuluniformen würden äußere Zwänge entfallen und Lerninhalte in den Vordergrund gestellt. Zechmann: "Außerdem fördern Uniformen den Ausdruck charakterlicher Individualität". In vielen Ländern, etwa Australien, England, Chile und den USA gebe es eine breite Akzeptanz von Schuluniformen, auch in Europa sei sie stetig im Wachsen.

Eine entsprechende Gesetzesinitiative für alle österreichischen Pflichtschulen sei also "ein überlegenswerter Ansatz," meinen Klement und Zechmann. (apa)