Porträt von

Der grüne Konkurrent

Alexander Van der Bellen fordert Hofer in der Stichwahl heraus

Porträt - Der grüne Konkurrent © Bild: Trend Lukas Ilgner

In der Hofburg war Alexander Van der Bellen in den letzten Jahren zwar öfters, allerdings immer nur zu Gast bei einem guten Freund. Heinz Fischer kennt er seit der Zeit, als der ein einfacher Klubsekretär und Alexander Van der Bellen noch weit davon entfernt war, ein Politiker zu sein. So oft wie kein anderer Kandidat begleitete Alexander Van der Bellen den amtierenden Bundespräsidenten auf Auslandsreisen. Den nächsten Staatsbesuch könnte er selbst als Staatsoberhaupt antreten.

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Dabei begann Van der Bellens politische Karriere erst relativ spät. Er war schon 50 Jahre alt, als er das erste Mal für den Nationalrat kandidierte. Er wurde prompt gewählt und bald zum Grünen-Chef erkoren. Zuletzt war der Ökonomieprofessor aber Politikpensionist. Bei der Wiener Gemeinderatswahl im vergangenen Herbst trat er nicht mehr an, nachdem er sich schon lange geziert hatte, sein 2010 durch Vorzugsstimmen errungenes Mandat im Stadtparlament überhaupt anzunehmen. Auch bei der Bundespräsidentschaftswahl ließ er sich recht lange bitten, doch anzutreten. Der freiheitsliebende Tiroler war um sein gut gehütetes Privatleben besorgt. Am Ende bewarb er sich trotzdem für den vakanten Job in der Hofburg: „Ich sah niemanden, zu dessen Gunsten ich auf eine Kandidatur verzichten wollte“, sagt er zu News. Schon jetzt ist ihm eine kleine Sensation gelungen: Dass ein Grüner in die Stichwahl kommt und Chancen hat, Bundespräsident zu werden, gab es noch nie.

Doch der Straßenwahlkampf zählt nicht zu den Leidenschaften des 72-Jährigen. Der Platz in der Stichwahl heißt aber auch: Alexander Van der Bellen muss noch weitere vier Wochen um die Gunst der Wähler werben. Nur wenn er sich darin ungemein erfolgreich schlägt, darf er im Juli statt Hofer in die Hofburg einziehen.

Van der Bellen im Wordrap

© Video: News.at

Kommentare

Manfred Tsch

Van der Bellen als Präsident,das wäre wohl der schwärzeste Tag in der Geschichte Österreichs.Was sind seine Anhänger?Schmarotzer Lespen Schwule usw."Studenten?.

Eine grosse Leistung von Bellen; hätt ich ihm fast nicht zugetraut. Der grüne Wählerkern ist schon sehr kräftig gewachsen, und bei der nächsten Wahl wird sich zeigen, ob Österreich ein Nationalland ist, oder ein EU-Land.

Oberon
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Falls es für Van der Bellen mit dem Job als österreichisches Staatsoberhaupt nix werden sollte und es mit seiner Pension eng wird, kann er sicher wieder als Hausmeister in der WU anfangen. Wie heißt es so schön: Arbeit schändet nicht! In diesem Sinne... :-))

parteilos melden

Oder in einem Asylheim, die haben auch in ihrem Arbeitsvertrag "WIR SCHAFFEN DAS" stehen.....

Oberon
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Gute Idee, Möglichkeiten gibt es für einen überzeugten Grünen heutzutage ja viele, um sich selbst zu verwirklichen.

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