Pollenflug von

Das Dilemma mit
Ragweed in Österreich

Pollenflug - Das Dilemma mit
Ragweed in Österreich © Bild: shutterstock

Rund zehn Prozent aller Menschen in Österreich sind von einer Ragweed-Pollenallergie betroffen. Und die Pflanze hat gerade Hochsaison.

Ragweed, auch unter dem Namen Ambrosia bekannt, wurde wahrscheinlich mit der Sonnenblumensaat nach Europa eingeschleppt und verbreitet sich überaus rasch. Das Unkraut ist hochallergen – bereits wenige Pollenkörner reichen aus, um bei Allergikern teils starke Beschwerden auszulösen.

Die Symptome von Ragweed

Genau darum gilt Ragweed als stärkstes Allergen und kann bei den Betroffenen zu schweren Komplikationen wie anaphylaktischem Schock, der schwersten Ausprägung einer allergischen Reaktion, oder zu argen Schwellungen von Gliedmaßen führen. Ragweed wächst stark an von Menschen beeinflussten Orten wie Straßenrändern, Kiesgruben, Schutthalden, Baustellen, Äckern.

Pollenflug in Höchstform

Aktuell hat die Pflanze Hochsaison. "Eine typische Ragweedpflanze kann bis zu einer Milliarde Pollen pro Saison produzieren. Wenn man bedenkt, dass ein Allergiker auf vier bis sechs Pollen reagiert, dann ist das schon ein ordentliches Potenzial für Beschwerden“, sagt Uwe Berger, der Leiter des Pollenwarndiensts gegenüber "Wien heute".

Gemeinsam gegen Ragweed

Der Pollenwarndienst der Med-Uni Wien hat ebenfalls auf das Dilemma reagiert und erstmals eine Ragweed-Finder-App entwickelt, durch die nicht nur Betroffenen geholfen, sondern auch die Allergieforschung vorangetrieben werden soll. Allergiker profitieren also gleich doppelt. So sollen etwa auch Landwirte Ragweedbestände melden – damit sie dann beseitigt werden können.

So entsorgen Sie Ragweed richtig

Vermehrt kommt es auch zu Ragweed-Befall in privaten Gärten. Hier ist es wichtig, die Pflanze samt Wurzel auszureißen. Diese Aufgabe sollten unbedingt Nichtallergiker erledigen. Ragweed auf den Kompost zu werfen, ist übrigens nicht ratsam – das Unkraut sollte, in einem Plastikbeutel verschlossen, als Sondermüll entsorgt werden. Sonst wächst die gefährliche Pflanze im nächsten Jahr wieder nach, und die ganze Arbeit war umsonst.

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